Die Nationale Gewerkschaft des öffentlichen Nahverkehrssystems der U-Bahn von Mexiko-Stadt begann am Montag, dem 13. April 2026, mit gestaffelten Streiks durch die Weigerung, Überstunden zu leisten. Dies führte zum Ausfall von etwa 800 Zugfahrten und betraf fast 2 Millionen Nutzer. Der Gewerkschaftsführer Fernando Espino wies auf gravierende Mängel hin, darunter 7.000 gebrochene Schwellen auf der Linie 1 und fehlende grundlegende Wartungsarbeiten an 70 % der Züge. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, es gebe keine Gründe für den Streik, da in Renovierungen investiert werde.
Die Gewerkschaft unter der Führung von Fernando Espino protestierte gegen die ausbleibende Reaktion auf Probleme, die seit fünf Monaten bekannt sind. "Das System ist praktisch kollabiert", sagte Espino in einem Interview mit Ciro Gómez Leyva. Zu den Hauptproblemen gehören das ständige Entgleisungsrisiko auf der Linie 1 aufgrund von 7.000 gebrochenen Schwellen, 70 % der Züge ohne grundlegende Wartung (viele haben über 2 Millionen Kilometer zurückgelegt), 84 Züge außer Betrieb sowie ständiger Funkenflug durch Materialmangel.
Die U-Bahn meldete um 8:54 Uhr ein hohes Passagieraufkommen auf den Linien 1 (Pantitlán-Observatorio), 3 (Indios Verdes-Universidad), 7 (El Rosario-Barranca del Muerto), 9 (Pantitlán-Tacubaya) und A (Pantitlán-La Paz). Nutzer sozialer Medien berichteten von Wartezeiten von 10 Minuten oder länger auf den Linien 1 und 8.
Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, es gebe "keine Motive für Proteste" und verwies auf die Renovierung der Linie 1, die am 16. November 2025 wiedereröffnet wurde, sowie auf laufende Arbeiten an den Linien 2 und 3. Die Regierung von CDMX kündigte nachmittägliche Gespräche zwischen dem U-Bahn-Direktor Adrián Rubalcava Suárez und der Gewerkschaft an, um Sicherheits-, Wartungs- und Arbeitsbedingungen zu thematisieren, wobei man für Dienstag einen normalen Betrieb erwarte.
Espino drohte damit, die Proteste ab Mittwoch, dem 15. April, durch Arbeitsniederlegungen in den technischen Bereichen zu eskalieren, bis eine Reaktion der Regierung von Clara Brugada erfolgt.