Eine Gruppe von Schülern protestierte am Dienstag an der Station Los Leones der U-Bahn-Linie 1 in Santiago, setzte sich auf den Bahnsteig und skandierte Parolen gegen die jüngsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung. Die Aktion führte zu einer vorübergehenden Einstellung des Zugverkehrs. Metro de Santiago nahm den Betrieb nach einer sicherheitsbedingten Stromabschaltung wieder auf.
Am Dienstag, dem 24. März, störten Schüler den Betrieb auf der U-Bahn-Linie 1 in Santiago an der Station Los Leones. Die Demonstranten begaben sich auf den Bahnsteig, setzten sich an die Gleiskante und skandierten Parolen gegen die jüngsten wirtschaftlichen Maßnahmen, die von der Regierung unter Präsident José Antonio Kast angekündigt wurden. Die Aktion fand während der Stoßzeiten statt und beeinträchtigte eine der am stärksten frequentierten Linien der Hauptstadt. Metro de Santiago leitete ein Sicherheitsverfahren ein, bei dem der Strom für die Gleise abgeschaltet wurde. In einer offiziellen Stellungnahme teilte das Unternehmen mit: „Por personas sentadas en el andén, tuvimos un corte de corriente en estación Los Leones. Ya restablecimos y trabajamos para mejorar la frecuencia“ (übersetzt: „Wegen Personen, die auf dem Bahnsteig saßen, kam es an der Station Los Leones zu einer Stromunterbrechung. Wir haben den Betrieb wieder aufgenommen und arbeiten daran, die Taktung zu verbessern“). Bislang wurden keine Festnahmen oder größeren Zwischenfälle gemeldet. Die Behörden beobachten die Lage, um weitere Störungen im öffentlichen Nahverkehr zu verhindern. Die Proteste entspringen der Unzufriedenheit mit der jüngsten Wirtschaftspolitik der Regierung.