U-Bahn-Mitarbeiter in São Paulo kündigen Streik für den 13. Mai an

Die Gewerkschaft der U-Bahn-Mitarbeiter von São Paulo hat für Mittwoch, den 13. Mai, einen 24-stündigen Streik angesetzt. Die endgültige Entscheidung hängt von einer Mitarbeiterversammlung am 12. Mai ab. Die Beschäftigten fordern ein öffentliches Auswahlverfahren für Neueinstellungen und verbesserte Arbeitsbedingungen.

Die Gewerkschaft kündigte den Streik nach einer festgefahrenen Verhandlungssituation mit der U-Bahn-Geschäftsführung und der Landesregierung an. Die Linien 1-Blau, 2-Grün, 3-Rot und 15-Silber werden bei einer Zustimmung durch die Versammlung den Betrieb einstellen. Die übrigen Linien, die von privaten Konzessionären betrieben werden, sind davon nicht betroffen.

Die Hauptforderung ist ein öffentliches Auswahlverfahren zur Aufstockung des Personals, das in den letzten zehn Jahren halbiert wurde. Derzeit gibt es 5.663 Beschäftigte. Die Gewerkschaftsvorsitzende Camila Lisboa wies darauf hin, dass die Arbeitsüberlastung zu hohen Krankheitsraten unter den Mitarbeitern beigetragen habe.

Die U-Bahn-Mitarbeiter fordern zudem gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Gespräche über die Gewinnbeteiligung sowie Anpassungen bei den Krankenversicherungsplänen. Die Versammlung findet am Gewerkschaftssitz im Stadtteil Belém statt. Die U-Bahn-Gesellschaft erklärte, sie werde das Ergebnis der Sitzung abwarten, bevor sie eine Stellungnahme abgibt.

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