Stadtverwaltung von São Paulo wirft Lula-Regierung Blockade von blauen Fahrspuren vor

Die Stadtverwaltung von São Paulo unter Ricardo Nunes (MDB) beschuldigt die Bundesregierung, die Erweiterung der blauen Fahrspuren für Motorräder zu blockieren, und verweist darauf, dass auf 46 eingereichte Berichte keine Antwort erfolgte. Das Nationale Verkehrssekretariat (Senatran) weist dies zurück und fordert Nachbesserungen an fehlerhaften technischen Unterlagen. Eine Entscheidung über die Ausweitung des Projekts wird bis Ende Mai erwartet.

Die Stadtverwaltung von São Paulo unter Bürgermeister Ricardo Nunes (MDB) gibt an, 46 Quartalsberichte über den Betrieb der blauen Fahrspuren sowie eine Bilanz im Dezember 2025 eingereicht zu haben. Laut der Präfektur wurden alle Anforderungen erfüllt, jedoch habe es seit März 2024, dem Beginn des Kommunalwahlkampfs, keine Rückmeldung mehr von Senatran gegeben, nachdem zuvor 28 Abschnitte genehmigt worden waren. Die fehlende Zustimmung auf Bundesebene verhindert die Einführung von 80 km neuen exklusiven Motorradkorridoren. Die Stadt bereitet derzeit einen konsolidierten Bericht bis zum 30. April vor, der für die Bewertung des experimentellen Projekts entscheidend ist. Der nationale Verkehrsminister Adrualdo Catão weist die Vorwürfe zurück. Er verweist auf Mängel in den Berichten sowie auf Bedenken hinsichtlich der Verkehrstoten und fordert eine abschließende technische Analyse. „Diese Informationen sind unerlässlich, um eine sichere und verantwortungsvolle Bewertung durch Senatran zu ermöglichen. Auf dieser Basis kann das Sekretariat die Entwicklung des Projekts beurteilen, die Wirksamkeit der experimentellen Beschilderung prüfen und auf der Grundlage technischer Kriterien über die Durchführbarkeit der Maßnahme entscheiden“, erklärte Catão gegenüber Folha's Painel. Die Bundesregierung plant, bis Ende Mai über die Verlängerung des Pilotprojekts zu entscheiden.

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