Eine Produktionsstätte in Mlolongo wurde geschlossen, nachdem sie ungeklärte chemische Abfälle in den Nairobi River geleitet hatte. Beamte der National Environment Management Authority (NEMA) führten am Dienstag eine Razzia durch und nahmen drei mit der Anlage in Verbindung stehende Personen fest. Die Maßnahme ist Teil einer verstärkten staatlichen Kampagne gegen Unternehmen, die gegen Umweltvorschriften verstoßen.
Die Fabrik ist auf die Herstellung von Glas, Keramik und Beton spezialisiert. Beamte unter der Leitung von NEMA-Generaldirektor Mamo Mamo und Umweltministerin Deborah Barasa stellten fest, dass der Standort ungeklärte Abwässer direkt in den Fluss leitete.
Mamo teilte der Presse am Dienstag mit, dass ein Verdächtiger sofort festgenommen wurde, während die anderen beiden sich zunächst im Gebäude einschlossen. Er wies die NEMA-Polizei an, die Festnahmen abzuschließen, damit die Strafverfolgung fortgesetzt werden kann.
Barasa erklärte, dass jede Anlage ohne eine funktionierende Abwasserreinigungsanlage mit der Schließung rechnen müsse. Sie merkte an, dass 70 Prozent der in Nairobi anfallenden Abwässer ungeklärt eingeleitet werden, was die Verschmutzung der städtischen Flüsse verschlimmere. Die Razzia folgte auf öffentliche Beschwerden, nachdem Bilder in den sozialen Medien weißen Schaum zeigten, der vom Gelände aus in den Fluss gelangte.
Das 2010 gegründete Unternehmen betreibt Niederlassungen in den Bezirken Nairobi, Machakos und Mombasa und beschäftigt zwischen 500 und 1.000 Mitarbeiter. Die plötzliche Schließung hat Bedenken hinsichtlich möglicher Arbeitsplatzverluste unter der Belegschaft geweckt.