Ein frustrierten Bewohner aus Brixton in Johannesburg hat Bürgermeister Dada Morero an einem Wasserturm-Standort konfrontiert und auf schwere Wassermangel hingewiesen, die seit Wochen andauern. Die virale Begegnung unterstrich die Verzweiflung der Bewohner inmitten anhaltender Ausfälle, die das tägliche Leben beeinträchtigen. Beamte stehen wegen schlechter Krisenbewältigung in der Kritik, da das Problem die bevorstehenden Kommunalwahlen beeinflusst.
In Brixton, Johannesburg, konfrontierte Bewohner Mauritz Preller am Mittwoch Bürgermeister Dada Morero am lokalen Wasserturm und äußerte Zorn über Wasserabschaltungen, die sein Haushalt seit über zwei Wochen stören. Ein Video des Austauschs ging viral, in dem Preller zu Morero sagte: „Sie können mich riechen, ich habe seit 24 Tagen kein Wasser. Abgesehen davon ist es seit einem Jahr so, dass wir nachts kein Wasser haben.“ Preller, der mit seiner Familie gegenüber dem Turm lebt, beschrieb, Badewannen mit kaltem Wasser zu füllen, wenn es sporadisch fließt, und Kessel zum Kochen für das Baden, da niedriger Druck die Nutzung des Geysers verhindert. Preller sprach vor der Konfrontation mit dem Geschäftsführer von Johannesburg Water, Ntshavheni Mukwevho, der ihm mitteilte, dass die Probleme in der Gegend mindestens bis Oktober anhalten würden. Er wies auf alternde Infrastruktur aus den 1930er Jahren hin, die nun durch erhöhte Verdichtung inklusive mehrstöckiger Studentenwohngebäude belastet wird, defekte Pumpen ohne verfügbare Ersatzteile und Priorisierung umliegender Gebiete vor Brixton. Selbst wenn verfügbar, liefert der Turm nur drei bis vier Stunden Wasser, weniger in Spitzenzeiten. Die Kommunikation der Behörden war unzuverlässig, sodass Bewohner nicht planen können. Der Vorfall spiegelt die breitere Verzweiflung in Johannesburg wider, wo defekte Rohre und Lecks zu intermittierendem Versorgung führen und Bewohner Wasser in Flaschen und Krügen lagern oder abgefülltes Wasser kaufen müssen. Bürgermeister Morero hat bestritten, dass die Situation eine nationale Katastrophe darstellt, während Gauteng-Premier Panyaza Lesufi zugab, während Ausfällen zu Hause ein Hotel für Wasser zu nutzen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte ein ministerielles Team zur Bewältigung der Krise an, doch Kritiker wie Ökonom Claude Baissac stellten fest, dass die Probleme seit Jahren durch Audits und Proteste dokumentiert sind, wobei die Stadt fast die Hälfte ihres Wassers durch Lecks und illegale Anschlüsse verliert. Die Wasserprobleme haben politische Auswirkungen vor den Kommunalwahlen. Die Democratic Alliance (DA) mit Bürgermeisterkandidatin Helen Zille hat die Bewältigung durch den ANC ausgenutzt, einschließlich ungehaltener Versprechen von Morero und begrenzter Sichtbarkeit von Wasser- und Sanitarieministerin Pemmy Majodina. Zille nannte Wasser als zentrales Wahlthema bei ihrer Kandidatur. Interne ANC-Herausforderungen, wie Moreros Verlust bei Regionalwahlen und eine Festnahme im Zusammenhang mit der Johannesburg Development Agency, verstärken den Eindruck von Unordnung. Bewohner wie Preller betonen Würde und Grundrechte, da Wasser verfassungsmäßig garantiert ist, doch die Versorgung bleibt trotz voller Reservoirs aus.