Der Green-Drop-Bericht 2025 zeigt einen Anstieg kritisch versagender Abwassersysteme in Südafrika auf 396; die Flüsse in Johannesburg sind durch extrem hohe E.-coli-Werte kontaminiert. Kommunalbeamte und Experten warnen vor Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier.
Der Green-Drop-Bericht 2025 des Ministeriums für Wasser und Sanitärversorgung weist darauf hin, dass nur 66 der südafrikanischen Abwassersysteme einen exzellenten oder guten Standard erreichten, ein Rückgang gegenüber den zuvor 118 Systemen. Von den 848 bewerteten kommunalen Systemen wurden 154 als kritisches Risiko, 302 als hohes Risiko, 293 als mittleres Risiko und 99 als geringes Risiko eingestuft. In Johannesburg wurden drei der sechs Kläranlagen der Stadt aufgrund übermäßiger Abwasseraustritte disqualifiziert.
Ratsmitglied Ralf Bittkau (DA) hob die Verschmutzung des Klein-Jukskei-Flusses hervor und berichtete von E.-coli-Werten zwischen 200.000 und zwei Millionen Partikeln pro 100 ml – was die internationalen Standards von 200 pro 100 ml für sicheres Freizeitgewässer bei weitem übersteigt. Er selbst hatte sich vor acht Jahren nach dem Bootfahren auf dem Hartbeespoort-Damm mit E. coli infiziert. Tests von Johannesburg Water und anderen Stellen bestätigten Werte von bis zu 52 Millionen pro 100 ml in einigen Flüssen wie dem Kaalspruit.
Die Sprecherin von Johannesburg Water, Nombuso Shabalala, erklärte, dass sich die Einrichtung auf die Stabilisierung der disqualifizierten Anlagen in Ennerdale, Olifantsvlei und Northern Works konzentriert. Zu den Ursachen zählen Kapazitätsengpässe, Diebstahl, Vandalismus und Verzögerungen bei der Beschaffung. Der Ausschuss gemäß Section 79 verzeichnete über drei Monate hinweg 318 Tage mit Abwasseraustritten aufgrund von Geräteausfällen und anderen Problemen.
Die Wassermanagement-Expertin Professor Anja du Plessis beschrieb die Wasserwege als Mülldeponien, brachte die Verschmutzung mit mangelhafter Instandhaltung in Verbindung und wies auf die steigenden Kosten für die Wasseraufbereitung hin. Dr. Ferrial Adam von WaterCAN forderte angesichts der anhaltenden Missstände eine Rechenschaftspflicht.