Abwassersystem von Johannesburg zeigt laut neuem Bericht starken Verfall

Das Abwasserreinigungssystem der Stadt Johannesburg verschlechtert sich erheblich. Laut dem Green Drop Report 2025 befindet sich die Hälfte der Kläranlagen in einem kritischen Zustand. Der Bericht, der am 31. März vom Ministerium für Wasser und Sanitärversorgung veröffentlicht wurde, gibt der Metropole eine Gesamtpunktzahl von 48,8 %, nach 91 % im Jahr 2011. Die mangelhaften Anlagen leiten unzureichend gereinigtes Abwasser in Flüsse, was Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt birgt.

Der Green Drop Report 2025 bewertet das Abwassermanagement in ganz Südafrika und benotet die Behörden hinsichtlich ihrer operativen Kapazität, Umweltleistung und Compliance. Johannesburgs Punktzahl ist stetig gesunken: von 86 % im Jahr 2013 auf 73 % im Jahr 2021 und nun auf 48,8 %, was der Kategorie für schlechte Leistungen entspricht. Ergebnisse unter 31 % lösen ein nationales Eingreifen aus. Von den sechs Kläranlagen der Stadt – Northern Works, Olifantsvlei, Ennerdale, Driefontein, Bushkoppies und Goudkoppies – befinden sich drei mit 30 % mittlerweile in einem kritischen Zustand, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Werten von 2021 (77 %, 73 % und 65 %). Die anderen erzielten gute oder durchschnittliche Ergebnisse. Die Einhaltung der Grenzwerte bei Abwasser und Klärschlamm wird als mangelhaft eingestuft, was das Ministerium für Wasser und Sanitärversorgung dazu veranlasste, fünf Anweisungen und zwei Mahnungen auszusprechen sowie fünf Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Anhaltender Vandalismus, unzureichende Wartung und Verzögerungen bei der Auftragsvergabe – teilweise in Verbindung mit politischer Einflussnahme – haben die Infrastruktur des 12.812 km langen Kanalisationsnetzes gelähmt. Die Anlagen, die für täglich 1,1 Milliarden Liter ausgelegt sind, reinigen heute zuverlässig nur noch 945 Millionen, wobei einige, wie Ennerdale, zu über 200 % ausgelastet sind. Dr. Ferrial Adam von WaterCAN erklärte: „Diese Ergebnisse bestätigen, was Gemeinden seit Jahren sagen. Die Krise ist nicht neu. Neu ist lediglich das anhaltende Versäumnis zu handeln.“ Motale Selesho von Johannesburg Water räumte die Notwendigkeit einer „dringenden und nachhaltigen Verbesserung“ ein und erklärte, die Stadt sei zu Korrekturmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium verpflichtet. Der Plan des Versorgungsunternehmens für 2025/26 sieht 214,1 Millionen Rand für Modernisierungen und 317,6 Millionen Rand für Rohrleitungen und Blockaden vor, steht jedoch vor einem Investitionsstau von über 20 Milliarden Rand.

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