Die Gemeinde eThekwini in Durban und Mangaung in Bloemfontein verzeichnen die höchsten Wasserverlustraten in Südafrika, wobei jährlich über 40 % des aufbereiteten Leitungswassers ungenutzt verloren gehen. Daten des Ministeriums für Wasser und Sanitärversorgung zeigen, dass eThekwini durch physische Lecks 40,4 % verliert, was das landesweit größte Volumen darstellt. Die Rate in Mangaung liegt bei 41,2 %.
Das Ministerium für Wasser und Sanitärversorgung hat Zahlen veröffentlicht, die die gravierenden Wasserverluste in den südafrikanischen Metropolen verdeutlichen. eThekwini führt die Liste mit 54 % nicht in Rechnung gestelltem Wasser an, wovon 40,4 % auf physische Verluste wie Rohrbrüche und Lecks entfallen, was mehr als 423 Millionen Kubikmetern pro Jahr entspricht. Dieses Volumen übersteigt die gesamte Wasserversorgung des Northern Cape und entspricht fast der von Gqeberha und KuGompo zusammen.
Mangaung folgt dicht dahinter mit einer physischen Verlustrate von 41,2 %, wobei das Gesamtvolumen aufgrund geringerer Versorgungsmengen niedriger ist. Die Nelson Mandela Bay verzeichnet 53 % nicht in Rechnung gestelltes Wasser, bei 35 % physischen Verlusten, während Johannesburg fast 50 % und Kapstadt mit 24 % den niedrigsten Wert aufweist, wobei hier 20,4 % auf Lecks entfallen.
Daily Maverick erhielt die Daten, nachdem die Gemeinde eThekwini zunächst zögerte, ihre Wasserbilanz offenzulegen. Die Sprecherin Gugu Sisilana verwies auf Bedenken hinsichtlich der technischen Art der Informationen und einer möglichen Fehlinterpretation und schlug vor, Anfragen direkt an das nationale Ministerium zu richten.
Landesweit ist der Anteil des nicht in Rechnung gestellten Wassers laut dem neuesten „No Drop“-Bericht auf über 47 % gestiegen, wobei die Leckagerate bei 32 % liegt. Das Ministerium plant, im nächsten Monat detaillierte Aufschlüsselungen für alle Gemeinden zu veröffentlichen.