Keyuren Maharaj, ein Student im letzten Jahr des Maschinenbaustudiums an der University of KwaZulu-Natal, hat die CityMenderSA-App entwickelt, um Infrastrukturprobleme in ganz Südafrika zu verfolgen. Das Tool ermöglicht es Bewohnern, Probleme wie Schlaglöcher und Wasseraustritte mit ihren Handys zu melden und liefert eine nationale Karte von Versorgungsfehlern und -Reparaturen. Seit dem Launch vor sieben Monaten wurden landesweit 2.700 Störungen erfasst.
Keyuren Maharaj schuf CityMenderSA, nachdem er zunehmend frustriert war über anhaltende Beschwerden über die Dienstleistung in eThekwini, wie Wasseraustritte, defekte Straßenlaternen und Schlaglöcher. Als Bewohner von Durban half er bei der Gründung der Glenwood Ratepayers Association, suchte aber einen systematischeren Ansatz als Proteste oder informelles Teilen in sozialen Medien. „Es bringt nichts, wenn eine Ratepayers Association allen mitteilt, was sie schon wissen, und der Stadt dasselbe sagt“, sagte Maharaj. „Wir haben von allen Problemen gehört. Jetzt müssen wir Lösungen finden.“ nnDie von Maharaj patentierte App ermöglicht es Nutzern, Probleme über geotaggte Fotos zu melden, ohne die Ward-Grenzen zu kennen; sie weist Berichte automatisch der richtigen Gemeinde zu. Seit diesem Monat auf iOS, Android und der CityMenderSA-Website verfügbar, hat die Plattform in sieben Monaten 2.700 Störungen protokolliert, davon 44 % Schlaglöcher. In der vergangenen Woche allein meldeten 180 Nutzer 220 Probleme. Die durchschnittliche Lösungszeit bei Gemeinden beträgt 101 Tage und umfasst Prioritäten wie Straßenlaternen, Wasser, Abfall, Straßen, öffentliche Gesundheit, Parks und Stromausfälle. nnCityMenderSA nutzt Künstliche Intelligenz, um hochgeladene Bilder zu analysieren, z. B. Schlaglochgrößen und Reparaturkosten zu schätzen oder Wasserverschwendung durch Lecks zu berechnen. Nutzer verfolgen Probleme über Referenznummern, mit Updates per WhatsApp oder E-Mail. Maharaj betont, dass einige Gemeinden eigene Meldesysteme haben, CityMenderSA aber unabhängige Überprüfung und eine live nationale Karte bietet. „Sichtbarkeit ist Rechenschaftspflicht, besonders in einem System, in dem Daten oft fragmentiert oder siloed sind“, sagte er. „Ich möchte, dass dieses System Beschwerden in Infrastruktur-Intelligenz umwandelt.“ nnEin Beispiel für die Wirksamkeit: Am 9. Januar wurde ein Erdfall in Durban um 9:38 Uhr gemeldet und von eThekwini um 12:49 Uhr repariert, öffentlich einsehbar. Die Plattform wird von privaten Sicherheitsfirmen in eThekwini genutzt, und Maharaj plant tägliche Berichte an Metro-Gemeinden und wöchentliche an andere. Ohne Unternehmensunterstützung gestartet, kodierte Maharaj den Großteil selbst nach Selbstunterricht über YouTube. Er hat auch einen South African Public Infrastructure Technology Standard für bessere Governance vorgeschlagen.