Die weltweiten Ölpreise sind aufgrund der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran stark gestiegen, was vor der nächsten Überprüfung der Zapfsäulenpreise Sorgen bei kenianischen Verbrauchern schürt.
Brent-Rohöl, ein wichtiger Referenzwert für Kenias Erdölimporte, kletterte in dieser Woche um mehr als 3 Prozent auf über 9.823 KSh (76 USD) pro Barrel. Der Anstieg folgte auf militärische Angriffe der USA im Iran, nachdem Washington Teheran für Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verantwortlich gemacht hatte. Das U.S. Central Command bestätigte die Angriffe. Der Iran hat sich nicht zu den Schiffsangriffen bekannt. Die Vereinigten Staaten hoben zudem eine Ausnahmeregelung für begrenzte iranische Ölverkäufe auf, was der stellvertretende iranische Außenminister Vahid Jalalzadeh als Bruch der Vereinbarung vom letzten Monat bezeichnete. Energieexperten warnen, dass Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus monatelang anhalten könnten. Die Energy and Petroleum Regulatory Authority (EPRA) wird die Zapfsäulenpreise voraussichtlich am 14. Juli überprüfen. Kenia ist auf Rohölimporte angewiesen. Die Regierung hat die EPRA angewiesen, die Dieselpreise in Nairobi um 10 KSh pro Liter zu senken, was sie auf etwa 222,86 KSh bringt. Sie hat zwischen April und Mai über 28,2 Milliarden KSh für Treibstoffsubventionen ausgegeben und die Mehrwertsteuer auf Erdölprodukte von 16 Prozent auf 8 Prozent gesenkt.