Chris Gotterup gewann die 2026 WM Phoenix Open im Play-off gegen Hideki Matsuyama und sicherte sich seinen vierten PGA-Tour-Titel. Michael Thorbjornsen war nah dran an seinem ersten Sieg, führte spät und endete geteilt Dritter. Beide jungen Golfer schreiben ihre Leistungen der Vorbereitung in der technikgetränkten TGL-Liga zu.
Bei der 2026 WM Phoenix Open in Scottsdale, Arizona, lieferten Chris Gotterup und Michael Thorbjornsen beeindruckende Leistungen ab und kreditierten die virtuelle Golf-Liga TGL dafür, ihre Belastbarkeit unter Druck aufzubauen. Gotterup, Ersatz für Justin Thomas’ Atlanta Drive in der TGL, startete das Turnier auf der TPC Scottsdale mit einer 63 und sicherte den Sieg im Sudden-Death-Play-off gegen Hideki Matsuyama – sein vierter PGA-Tour-Sieg und zweiter der Saison. Er hatte am Vortag Montag ein TGL-Match gespielt, das seine Entschlossenheit befeuerte. „Wir flogen von der TGL zurück, und ich dachte: ‚Ich muss am Samstag hier sein‘“, erinnerte sich Gotterup und betonte, wie der Adrenalinkick der Liga sein Spiel in der Nebensaison antrieb. Thorbjornsen, Einwechsler für Rory McIlroys Boston Common Team, erzielte in den ersten drei Runden 66-71-65 und übernahm mit drei Löchern Rest die alleinige Führung am Sonntag. Sein Highlight war das Par-5 15., wo ein 366-Yard-Drive einen Eagle-Putt einrichtete und ihm einen Schlag Vorsprung vor Matsuyama gab. Doch zwei Bogeys in Folge auf 16 und 17 – sein Tee-Schuss flog das Grün des wilden Par-3 16. und landete im Wasser auf 17. – ließen ihn auf geteilten Dritten mit Scottie Scheffler, Akshay Bhatia, Si Woo Kim und Nicolai Hojgaard abrutschen. Trotz der Enttäuschung blieb der 24-Jährige positiv. „Ich denke nicht, dass ich dort versagt habe. Ich lerne nur“, sagte er den Reportern. „Ich habe mich in diese Position gebracht. Ich führte nach 70 Löchern... Wir rücken näher und näher. Es kommt irgendwann.“ Zum Missgeschick auf 16 spekulierte er: „Wahrscheinlich falscher Schläger oder zu hart geschlagen oder Adrenalin.“ Golf-Fans lobten seine Einstellung in den Sozialen Medien, einer schrieb: „Großartiger Kopf auf den Schultern. Die Siege kommen.“ Thorbjornsen hob auch die Rolle der TGL hervor: „TGL hat mir definitiv geholfen, mich bei lautem Publikum zu konzentrieren... Ich weiß, dass ich auf Astroturf oder Gras putten kann.“ Das Event mit riesigen Menschenmengen testete die beiden, und die simulierten Drücke der TGL scheinen sich ausgezahlt zu haben. Thorbjornsen tritt als Nächstes beim AT&T Pebble Beach Pro-Am an.