Greta Thunberg wurde in zentralem London während einer Demonstration zur Unterstützung palästinensischer Gefangener verhaftet. Sie hielt ein Schild, das Unterstützung für die als Terrorgruppe eingestufte Gruppe Palestine Action ausdrückt und gegen britische Terrorgesetze verstößt. Der Vorfall wird von Sky News berichtet.
Greta Thunberg, die schwedische Klimaschutzaktivistin, wurde am 23. Dezember 2025 während einer Palästina-Demonstration in zentralem London verhaftet. Laut Sky News und der Londoner Polizei geschah die Verhaftung, weil Thunberg ein Schild mit der Aufschrift „I support the Palestine Action prisoners. I am against genocide.“ hielt. Das Schild zeigte Unterstützung für Mitglieder der verbotenen Organisation Palestine Action, die seit mehreren Wochen im Gewahrsam hungerstreiken.
Palestine Action wurde im Juli 2025 vom britischen Parlament als Terrororganisation eingestuft, nachdem Aktivisten in eine britische Luftbasis eingedrungen und zwei Tanker beschädigt hatten. Das Verbot wird als Angriff auf die Meinungsfreiheit kritisiert. Es ist illegal, an der Gruppe teilzunehmen oder sie öffentlich zu unterstützen, und ähnliche Fälle können bis zu sechs Monate Gefängnis nach sich ziehen, so BBC, obwohl es keine leitenden Präzedenzfälle gibt.
Ein Video auf der Plattform X zeigt Thunberg sitzend auf dem Boden mit dem Schild, woraufhin ein Polizist es ihr abnimmt und mit ihr spricht. Am 5. Oktober wurden fast 500 Demonstranten in London während einer Protestaktion zugunsten von Palestine Action verhaftet.
Terrorismusforscher Magnus Ranstorp kommentiert: „Es kann ernsthafte Konsequenzen haben, die Briten gehen mit solchen Dingen streng ins Gericht. Aber es ist schwer zu sagen, was genau daraus resultiert, ohne ähnliche Fälle zu betrachten.“ Strafen reichen von Geldstrafen bis zu langen Haftstrafen. Über Thunbergs rechtlichen Prozess sind derzeit keine weiteren Details bekannt.