Die verurteilte Doppelmörderin Lily Abdelshahed (ehemals Paulus), die nach Änderung ihres rechtlichen Geschlechts in ein Frauengefängnis verlegt wurde, hat eine Vorgeschichte von Geschlechtsdysphorie seit der Kindheit. Wie zuvor berichtet, hat die Verlegung eine heftige Debatte unter Politikern entfacht und Empörung bei einem Trans-Influencer ausgelöst, mit Forderungen nach Gefängnisrechtsreformen auf Basis des biologischen Geschlechts.
Im April 2024 erstickte Lily Abdelshahed ihre zwei kleinen Kinder – einen Jungen und ein Mädchen – mit Helium in Södertälje, nachdem sie ihnen das Frühstück wählen ließ, und versuchte anschließend Selbstmord. Die Mutter der Kinder fand sie tot und Abdelshahed verletzt.
Gerichtsdokumente aus dem lebenslangen Urteil im Dezember 2024 offenbaren Abdelshaheds langjährige Geschlechtsdysphorie. Ein Jahr zuvor gestand Abdelshahed ihrer Frau: „Es ist nicht deine Schuld und es war nicht meine Absicht, dich anzulügen, aber ich fühle mich wie eine Frau.“ Die Frau sagte den Ermittlern: „Er wurde im falschen Körper geboren. Er wurde im falschen Land geboren... Weil er trans ist und die Gesellschaft es nicht akzeptiert.“ Abdelshahed lebte kurzzeitig offen als Frau am Arbeitsplatz, kehrte aber nach Erfindung einer Übergriffsstory zur männlichen Präsentation zurück.
Das Bezirksgericht erkannte die Dysphorie an, hielt die Morde jedoch für instrumentell und nicht psychosebedingt. Nach der Verurteilung in Tidaholmsanstalten änderte Abdelshahed ihr rechtliches Geschlecht und Namen, was zur Verlegung in eine Fraueneinrichtung nach geltendem Gefängnisrecht führte, das das rechtliche Geschlecht für die Platzierung verwendet.
Wie in früheren Berichten dargestellt, stößt die Entscheidung auf scharfe Kritik. Der Moderate-Abgeordnete und Gefängnisrechtsermittler Fredrik Kärrholm argumentiert, dass biologische Männer nie in Frauengefängnisse sollten, um Risiken wie sexuelle Übergriffe zu verhindern. Die Christdemokratin Ebba Busch und der Schwedendemokrat Jimmie Åkesson verurteilen die Erleichterung von Geschlechtswechseln unter dem Gesetz von 2024. Der Strafvollzug führt Risikobewertungen durch, folgt aber dem Gesetz und bemerkt, dass dies nicht die erste solche Verlegung ist. Die Regierung prüft Regeln zur Haftplatzierung.