Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius wurde ein Hantavirus-Ausbruch bestätigt, der zu drei Todesfällen geführt hat. Das Schiff, das am 1. April in Ushuaia ablegte, ist auf dem Weg nach Teneriffa, wo die Evakuierung der Passagiere am Montag beginnen soll.
Unter den Verstorbenen befinden sich ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Laut WHO wurden fünf Fälle bestätigt. Es wurde der Anden-Stamm identifiziert, der von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die ersten Symptome traten bereits vor der Einschiffung auf, wahrscheinlich durch den Kontakt mit Nagetieren in Südamerika.
Das Schiff verließ Kap Verde am Mittwoch und soll am Samstag in Teneriffa anlegen. Patienten wurden bereits mit medizinischen Flügen in die Niederlande und auf die Kanarischen Inseln evakuiert. Argentinische Experten werden nach Ushuaia reisen, um die Nagetierpopulation zu untersuchen.
Das Risiko für die globale öffentliche Gesundheit bleibt laut dem WHO-Direktor gering. Die Behörden der Kanarischen Inseln äußerten Vorbehalte gegen das Anlegen des Schiffes, während die Kontaktverfolgung in Südafrika und Europa fortgesetzt wird.