Drei Passagiere sind auf der Kreuzfahrt der MV Hondius, die von Ushuaia nach Cabo Verde unterwegs war, an einer Hantavirus-Infektion gestorben. Zwei weitere Personen mit Symptomen befinden sich noch an Bord, während die Behörden deren Evakuierung koordinieren. Die WHO koordiniert die Maßnahmen und lobt das schnelle Eingreifen.
Die Kreuzfahrt der MV Hondius auf der Route von Ushuaia zum Hafen von Praia in Cabo Verde verzeichnete den Tod von drei Passagieren infolge eines möglichen Hantavirus-Ausbruchs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am Sonntag einen bestätigten Hantavirus-Fall sowie fünf Verdachtsfälle. Die Verstorbenen im Alter zwischen 65 und 72 Jahren hatten keine Vorerkrankungen.
Zwei Passagiere mit entsprechenden Symptomen befinden sich weiterhin an Bord. Schiffsbeförderer und Behörden der betroffenen Länder verhandeln derzeit über eine Evakuierung, wie TN berichtet. Die WHO „erleichtert die Koordination“ zwischen den Ländern und den Betreibern, um „die Evakuierung von zwei Passagieren mit Symptomen zu organisieren“ und lobte „die Schnelligkeit der ergriffenen Maßnahmen und die gute Koordination zwischen den beteiligten Parteien“.
Das Hantavirus, das durch Nagetiere wie die Langschwanz-Zwergreisratte übertragen wird, verbreitet sich durch das Einatmen von Aerosolen aus deren Speichel, Urin oder Kot. Es löste ein Hantavirus-induziertes kardiopulmonales Syndrom (HCPS) mit einer Letalitätsrate von fast 30 % in der Region aus. Das argentinische Gesundheitssystem informierte die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO), um Protokolle für die folgenden Häfen festzulegen.
Die WHO erklärte, dass „tiefgreifende Untersuchungen durchgeführt werden, insbesondere zusätzliche Laboranalysen und epidemiologische Studien. Passagiere und Besatzung erhalten medizinische Betreuung. Zudem läuft die Sequenzierung des Virus.“