Bundes- und staatliche Behörden untersuchen den Tod von vier Personen in Hermosillo, Sonora, die nach der intravenösen Verabreichung von „Vitaminspritzen“ in einer homöopathischen Klinik verstarben. Das Gesundheitsministerium, die Cofepris und die Generalstaatsanwaltschaft von Sonora koordinieren die Ermittlungen, einschließlich einer Durchsuchung der Klinik. Ein möglicher fünfter Fall ist bisher unbestätigt.
Das mexikanische Gesundheitsministerium gab am Samstag bekannt, dass es den Tod von mindestens vier Personen untersucht, die in einer privaten homöopathischen Klinik in Hermosillo, Sonora, „Vitaminspritzen“ erhalten hatten. Die Generaldirektion für Epidemiologie (DGE) und die Bundeskommission für den Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) koordinieren sich mit den lokalen Behörden für Labortests, um die Todesursachen zu klären.
Bei den identifizierten Opfern handelt es sich um die 38-jährige Catalina Figueroa, die im General Specialties Hospital verstarb; Jesús Héctor Almeida Flores, seinen Sohn Sebastián Almeida Cáñez und Dinora Ontiveros. Angehörige gaben an, dass sie eine allgemeine Verbesserung ihres Wohlbefindens anstrebten, jedoch Stunden später schwere Komplikationen wie Nieren- und Leberschäden erlitten. Die Spritze von Ontiveros enthielt homöopathische Medikamente.
Die Generalstaatsanwaltschaft von Sonora untersucht vier Beschwerden, die mit demselben Arzt in Verbindung stehen. Sie führten eine Durchsuchung der Klinik durch, beschlagnahmten Vorräte und Medikamente zur Analyse und planen Gewebeuntersuchungen bei den Opfern. Die staatliche Kommission für den Schutz vor Gesundheitsrisiken (Coesprisson) prüft derzeit auf Unregelmäßigkeiten.
Rubio Pharma y Asociados S.A. de C.V. distanzierte sich von dem Vorfall und erklärte, dass das Unternehmen keine „Vitaminspritzen“ verkaufe. Dr. Alejandro Macías warnte auf X: „Die Verharmlosung intravenöser Therapien kann tödliche Folgen haben. Sie sollte nur eingesetzt werden, um Leben zu retten, nicht um Kater zu kurieren oder Vitamine zur ‚Energiegewinnung‘ zu verabreichen.“
In sozialen Medien wird von einem möglichen fünften Todesfall berichtet, einem 25-jährigen Mann, wobei jedoch unbestätigt ist, ob ein Zusammenhang mit derselben Klinik besteht.