Die Zahl der Todesopfer nach der Verabreichung von Vitamin-Infusionen im mexikanischen Hermosillo, Sonora, ist nach ersten Berichten über vier Tote zu Beginn des Monats auf sechs gestiegen, weitere Personen befinden sich im Krankenhaus. Die Behörden fahnden nach dem flüchtigen Arzt Jesús Maximiliano ‘N’ als Hauptverdächtigen; insgesamt wurden acht Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Im Zusammenhang mit dem Vorfall in Hermosillo, der erstmals am 4. April gemeldet wurde und bei dem vier Menschen nach dem Erhalt von „Vitamin-Seren“ in einer homöopathischen Klinik starben, ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Sonora auf mindestens sechs gestiegen. Es wurden acht Ermittlungsakten angelegt, zudem werden weitere Personen stationär behandelt.
Gouverneur Alfonso Durazo kündigte an, dass seine Regierung aktiv nach Jesús Maximiliano ‘N’ fahndet, dem Arzt, der für die Verabreichung der Mischungen verantwortlich gemacht wird und sich derzeit auf der Flucht befindet.
Anknüpfend an frühere Warnungen betonte der Arzt Dr. Alejandro Macías erneut die ernsten Risiken solcher nicht-medizinischen intravenösen Behandlungen, darunter Phlebitis, Thrombosen, Elektrolytstörungen, Anaphylaxie und Sepsis – insbesondere in nicht sterilen Umgebungen wie Spas oder Fitnessstudios. „Intravenöse Therapien retten in der Medizin Leben, sind aber nicht risikofrei und für allgemeine Wohlfühl-Booster unnötig“, betonte er.
Die Behörden untersuchen weiterhin die mangelnde Aufsicht bei diesen Verfahren, wobei sie auf die Durchsuchung der Klinik und die bereits durchgeführten Analysen der Opfer zurückgreifen.