Illustration of CIO head and deputy indicted outside Seoul courthouse in Marine death scandal.
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Leiter und Stellvertreter der Anti-Korruptionsbehörde wegen Marine-Todesfalls angeklagt

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Ein Sonderermittlerteam hat am Mittwoch den Leiter und Stellvertreter des Amts für Korruptionsuntersuchungen (CIO) ohne Haftbefehl wegen Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Untersuchung zum Tod eines jungen Marines im Jahr 2023 angeklagt. Dies ist die erste Anklage gegen die Führung der Behörde seit ihrer Gründung 2021. Der Fall betrifft mutmaßliche Einflussnahme der Regierung des ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol.

Das Sonderermittlerteam hat den CIO-Chefermittler Oh Dong-woon und den stellvertretenden Chef Lee Jae-seung ohne Haftbefehl wegen Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Untersuchung zum Tod eines jungen Marines im Jahr 2023 angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, das Oberste Staatsanwaltsamt 11 Monate lang nicht informiert zu haben, nachdem im August 2024 eine Strafanzeige gegen den CIO-Ermittler Song Chang-jin gestellt wurde, wie es das Gesetz vorschreibt. Abgeordnete der Demokratischen Partei hatten die Anzeige gegen Song wegen angeblicher Falschaussage unter Eid vor der Nationalversammlung zu seinem Wissen über eine Person im Zusammenhang mit dem Marine-Todesfall erstattet.

Das Sonderermittlerteam geht davon aus, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, weil die Behörde die Anzeige als politischen Angriff auf ihre Führung ansah. Separat wirft das Team einigen CIO-Mitarbeitern, einschließlich Song, vor, die interne Untersuchung des Amts zu den Marine-Todesvorwürfen behindert zu haben, um zu verhindern, dass sie den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol ins Visier nimmt. Das Team hat Song wegen Machtmissbrauchs angeklagt, weil er Bemühungen behindert habe, Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehle gegen Yoon und den ehemaligen Verteidigungsminister Lee Jong-sup im Zusammenhang mit dem Fall zu erwirken.

Diese Entwicklung folgt auf die Anklage des Teams letzte Woche gegen Yoon wegen unzulässigen Drucks auf die Militäruntersuchung zum Tod des Korporals Chae Su-geun im Juli 2023. Das CIO, 2021 gegründet, um hochrangige Beamte zu untersuchen, sieht nun erstmals seine Führung angeklagt, was Fragen nach seiner Unabhängigkeit aufwirft.

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