Starke Regenfälle lösten in mindestens 18 Gemeinden in Pernambuco Erdrutsche, Überschwemmungen und sechs Todesfälle aus. Über 9.500 Menschen sind vertrieben oder obdachlos; 30 Notunterkünfte wurden eröffnet. Gouverneurin Raquel Lyra rief am Samstag den Notstand aus.
Stürme haben Pernambuco in den letzten Tagen heimgesucht und Erdrutsche, Überschwemmungen und Sturzfluten in 18 Gemeinden verursacht, darunter Goiana, Limoeiro, Timbaúba, Igarassu, Olinda, Paulista, Camaragibe, Recife, Glória do Goitá, Jaboatão dos Guararapes, Vicência, Nazaré da Mata, Aliança, Itambé, Moreno, Paudalho, Pombos und São Lourenço da Mata.
Der aktuelle Bericht des Exekutivsekretariats für Schutz und Zivilschutz von Pernambuco (SEPDEC) meldet 6 Todesfälle, 1.632 Obdachlose, 7.908 Vertriebene und über 4.400 verteilte Hilfsgüter. Drei Opfer stammten aus einer Familie und starben bei einem Erdrutsch: Jaqueline Soares da Silva, 24, und ihr Sohn Riquelmy, 6, starben noch vor Ort; das einjährige Baby Maria Helena verstarb im Krankenhaus. In Olinda wurden eine 20-jährige Mutter und ihr 6 Monate altes Baby nach einem Hangrutsch tot aufgefunden. Ein Mann kam bei einem Einsturz in Santa Cruz do Capibaribe ums Leben.
Am Samstag (2.) rief Gouverneurin Raquel Lyra (PSD) den Notstand aus, um auf die Vorfälle zu reagieren. Folha berichtete von insgesamt 8 Todesfällen in Pernambuco und Paraíba mit etwa 10.700 Betroffenen in Pernambuco, obwohl das SEPDEC 6 Todesfälle für den Bundesstaat bestätigt. In Paraíba gab es 2 Todesfälle in Guarabira; Gouverneur Lucas Ribeiro rief den Katastrophenzustand aus.
Zu den Hilfsmaßnahmen gehören Rettungseinsätze der Feuerwehr (807 in PE, 306 in PB), die Wiederherstellung der Wasserversorgung in Städten wie Recife und Olinda, die Räumung der Autobahnen BR-101 und BR-408 sowie Unterstützung des Bundes durch das Integrationsministerium. Die Prognosen für die kommenden Tage sehen mäßigen Regen bei moderatem Risiko laut Cemaden vor.