Andrea Johnson, Leiterin der Investigating Directorate Against Corruption, räumte am Donnerstag ein, dass sie wichtige Beweismittel nicht persönlich geprüft hatte, bevor sie Anklage gegen Beamte der Crime Intelligence empfahl. Die Eingeständnisse erfolgten während ihrer Aussage vor der Madlanga-Untersuchungskommission.
Johnson nahm ihre frühere Beschreibung der Ernennung von Brigadegeneral Dineo Mokwele als „Alibi-Ernennung“ zurück und entschuldigte sich für den Begriff. Sie erklärte der Kommission, sie habe sich auf Briefings von Ermittlern verlassen, anstatt Mokweles Lebenslauf oder Qualifikationen selbst zu prüfen, und erkannte an, dass die Beamtin tatsächlich für den Posten qualifiziert war.
Die Aussage warf auch Fragen zum zeitlichen Ablauf der IDAC-Ermittlungen auf. Johnson bestätigte, dass eine vorbereitende Untersuchung am 6. Dezember 2024 begann, die formelle Genehmigung gemäß Abschnitt 28 des National Prosecuting Authority Act jedoch erst am 30. Mai 2025 eingeholt wurde. Die Verhaftungen von Generalleutnant Dumisani Khumalo und sechs weiteren Beamten folgten am 26. Juni 2025.
Die Kommissionsmitglieder befragten Johnson kritisch dazu, ob der Umfang der Untersuchung über die ursprüngliche Beschwerde des Vorsitzenden des National Coloured Congress, Fadiel Adams, hinaus ausgeweitet wurde, ohne dass ausreichende faktische Zusammenhänge bestanden. Sie räumte ein, dass der Antrag solche Verbindungen für jede zusätzlich genannte Person hätte darlegen müssen.
Es wird erwartet, dass Johnson am Montag vor die Kommission zurückkehrt, um ihre Aussage zu vervollständigen.