Die Madlanga-Kommission erfuhr am Montag, dass ein Beamter des Kriminalnachrichtendienstes über die Einleitung einer Gegenmaßnahme gegen die Daily-Maverick-Journalistin Marianne Thamm diskutierte, nachdem diese im Januar 2021 einen Artikel über mutmaßliche Korruption bei der Polizei veröffentlicht hatte.
Die Leiterin der Beweisaufnahme, Anwältin Adila Hassim SC, legte WhatsApp-Nachrichten vom 17. Januar 2021 vor. Darin soll General Feroz Khan einem Kollegen geantwortet haben, dass die Journalistin eine gute Freundin von Peter Jacobs und Jeremy Vearey sei. Der Kollege antwortete daraufhin, dass eine Gegenmaßnahme gegen die Journalistin eingeleitet werden müsse.
Am 13. März 2021 wurde in Thamms Haus in Kapstadt eingebrochen. Dabei wurden zwei Laptops, ein iPad und Schmuck entwendet. Die Polizei stellte den Fall ein, doch Hassim bezeichnete den zeitlichen Ablauf als alarmierend und forderte weitere Untersuchungen.
Hassim erklärte der Kommission, dass der Kriminalnachrichtendienst kein Instrument zur Überwachung und Einschüchterung von Journalisten sein dürfe. Sie beschrieb den Austausch als ein Beispiel für die Gefahr, dass die Einheit für parteipolitische oder vergeltende Zwecke missbraucht werden könnte.
Khan befindet sich nach einem Schusswaffenangriff in der vergangenen Woche weiterhin im Krankenhaus und konnte nicht aussagen. Sein Rechtsbeistand legte gegen die schrittweise Offenlegung der Beweise Einspruch ein.