Die Madlanga-Kommission befragte am 24. April den suspendierten stellvertretenden Polizeichef der Metropolregion Tshwane, Umashi Dlamini, scharf zu WhatsApp-Nachrichten, die er mit Sergeant Fannie Nkosi ausgetauscht hatte. Ihm wird vorgeworfen, den ebenfalls suspendierten Finanzvorstand Gareth Mnisi beeinflusst zu haben, eine Liste mit sieben Firmen zu berücksichtigen, die Verbindungen zur EFF haben, um bei der Ausschreibung für Landbesetzungen zum Zuge zu kommen. Dies folgt auf eine frühere Aussage von Mnisi, der jegliche unzulässigen Verbindungen zu Nkosi bestritt. Die Kommissare warfen Dlamini eine rechtswidrige Einflussnahme auf das Ausschreibungsverfahren vor.
Während der Anhörung am 24. April untersuchte die Kommission Nachrichten, die darauf hindeuten, dass Dlamini Nkosi als Vermittler nutzte, um Mnisi zu kontaktieren und ihn aufzufordern, eine Liste von sieben Unternehmen – die mit den 'Red Berets' und 'CIC Juju' (dem EFF-Vorsitzenden Julius Malema) in Verbindung gebracht werden – mit einer Liste des Finanzvorstands abzugleichen. Dlamini bezeichnete Mnisi als 'mfowethu' (Bruder) und sagte aus, dass er von den selbsternannten EFF-Mitgliedern Muzi und Sipho angesprochen worden sei.
Kommissarin Sesi Baloyi wies auf Nachrichten hin, die einen Abgleich der Listen anwiesen. Nkosi schrieb: 'General, bitte greifen Sie ein, wir dürfen das jetzt nicht verlieren, wir warten schon eine Weile.' Der Nicht-Angestellte Nico Mathabela schickte die Liste an den Vorsitzenden des Ausschreibungskomitees, Victor Kgopa; Dlamini leitete sie über Nkosi an Mnisi weiter.
Kommissar Sandile Khumalo erklärte: 'Diese Handlung für sich genommen ist eine unzulässige Einmischung in ein laufendes Ausschreibungsverfahren.' Dlamini bestritt, von Mathabelas Absicht zur Einflussnahme gewusst zu haben, und erwähnte, dass er Nkosis Bruder bei einer anderen Ausschreibung geholfen habe. Er wird am Dienstag erneut aussagen.
Dies baut auf früheren Sitzungen auf, einschließlich Mnisis Aussage vom 17. April, in der er jede Bevorzugung der Firma von Nkosis Bruder bei damit zusammenhängenden Ausschreibungen in Milliardenhöhe bestritt.