Oberst Silas Thoka erklärte vor dem Pretoria High Court, er habe keine Kenntnis von einer offiziellen Beschwerde über ein Mobiltelefon, das angeblich bei dem Angeklagten Bongani Ntanzi gefunden wurde. Thoka, der die Polizeistation Villieria leitet, sagte im Prozess gegen Ntanzi und vier weitere Personen aus, die wegen des Mordes an dem ehemaligen Bafana-Bafana-Kapitän Senzo Meyiwa im Jahr 2014 angeklagt sind.
Der Prozess wurde am 12. Mai nach einer kurzen Verzögerung wieder aufgenommen, die durch Anträge der Verteidigung auf fehlende polizeiliche Ereignisprotokolle verursacht worden war. Nur zwei der drei angeforderten Bücher seien ausgehändigt worden, informierte Verteidiger Sipho Ramosepele das Gericht.
Thoka sagte, ihm seien keine Unterlagen bekannt, die belegen, dass ein Mobiltelefon aus Ntanzis Zelle beschlagnahmt oder zur Analyse geschickt wurde. Im Kreuzverhör erklärte er: „Ich habe keine Informationen dazu, Euer Ehren“ und fügte hinzu, dass jeder gefundene Gegenstand hätte registriert werden müssen.
Ramosepele stellte zudem in Frage, ob die Aufzeichnungen belegen, dass Ntanzi am 26. Oktober 2020 förmlich angeklagt wurde. Thoka antwortete, dass das Ereignisprotokoll keinen solchen Eintrag aufweise. Das Kreuzverhör durch einen weiteren Verteidiger soll am 13. Mai fortgesetzt werden.