Der italienische Betreiber Italo hat bei Siemens Mobility einen Vertrag über 26 Hochgeschwindigkeitszüge unterzeichnet. Die Investition beläuft sich auf 3,6 Milliarden Euro und soll ab 2028 Konkurrenz zur Deutschen Bahn schaffen.
Italo, das zu 49 Prozent dem Schweizer Reedereikonzern MSC gehört, gab den Auftrag am Montag bekannt. Der Vertrag umfasst neben dem Kauf der Züge des Typs Siemens Velaro Multi System auch einen 30-jährigen Wartungsvertrag. Die Fahrzeuge werden im Werk Krefeld gebaut und in Dortmund gewartet.
CEO Gianbattista La Rocca erklärte, das Unternehmen wolle den Fahrgästen eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und hochwertigen Service bieten. Die Züge sollen auf den Strecken München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg verkehren und 18 Städte mit 50 täglichen Verbindungen verbinden.
Die Deutsche Bahn hält derzeit rund 95 Prozent des Fernverkehrs. Gewerkschaften und Fahrgastverbände äußerten Bedenken, dass zusätzlicher Wettbewerb das überlastete Schienennetz weiter belasten könnte.