Kenya Railways hat eine internationale Ausschreibung für 24 Druckluftkompressoren für Diesel-Triebzüge (DMU) im Rahmen des 65 Milliarden Ksh schweren Projekts der Weltbank zur Verbesserung der städtischen Mobilität in Kenia abgesagt. Das Unternehmen gab die Stornierung am 28. April 2026 bekannt, nur 12 Tage vor der für den 11. Mai angesetzten Einreichungsfrist für Angebote. Detaillierte Gründe wurden öffentlich nicht genannt.
Kenya Railways veröffentlichte am 28. April eine offizielle Mitteilung über die Absage der Ausschreibung, die gemäß den Beschaffungsrichtlinien der Weltbank über ein internationales Ausschreibungsverfahren lief. Ziel war die Modernisierung wichtiger Komponenten der DMU-Züge, wobei die Lieferung für die zentralen Werkstätten des Unternehmens in Nairobi geplant war. Bieter waren dazu aufgefordert, ihre Vorschläge bis zum 11. Mai zusammen mit einer Bietungsgarantie in Höhe von 1,5 Millionen Ksh am Hauptsitz einzureichen.
Die DMU-Züge bedienen die Nairobi Commuter Rail und bieten den Bewohnern von Nairobi sowie umliegenden Landkreisen einen schnelleren, zuverlässigeren und erschwinglicheren Transport zum Central Business District. Die plötzliche Absage sorgt für Unsicherheit hinsichtlich des Zeitplans für die Beschaffung und der Modernisierung der Infrastruktur der Nahverkehrsbahn.
Interessenvertreter spekulieren, dass die Entscheidung auf administrative Überprüfungen oder Änderungen bei der Finanzierung zurückzuführen sein könnte, wobei Kenya Railways dazu keine näheren Angaben gemacht hat. Solche abrupten Stopps sind bei großen, von Geldgebern finanzierten Projekten selten und bergen das Risiko, die Umsetzung zu verzögern und das Vertrauen der Geldgeber zu untergraben.
Es bleibt unklar, ob die Ausschreibung erneut veröffentlicht oder im Hinblick auf eine bessere Wirtschaftlichkeit überarbeitet wird. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Berichten über häufige Ausfälle der DMU-Züge, die die Reparaturkosten für das Unternehmen in die Höhe treiben.