Der kenianische Automobilverband hat davor gewarnt, dass die Erweiterung der Eisenbahnstrecke von Naivasha nach Kisumu und Malaba den Großteil der Fracht von der Straße auf die Schiene verlagern und damit die von Fernstraßen abhängige Wirtschaft schwächen wird.
Der Motorists Association of Kenya (MAK) gab am Mittwoch, den 25. März 2026, eine Erklärung ab, in der er Bedenken hinsichtlich des Baus der Standard Gauge Railway (SGR) Phase 2B von Naivasha nach Kisumu und weiter nach Malaba äußerte. Der MAK argumentiert, dass die Strecke nach ihrer Inbetriebnahme den Großteil der Transitfracht, die derzeit per Lkw über den Northern Corridor transportiert wird, auf die Schiene verlagern und damit den Straßengüterverkehr untergraben werde. Städte wie Mai Mahiu, Naivasha, Nakuru, Eldoret und Webuye, die vom Fernverkehr abhängig sind, liefen Gefahr, wirtschaftlich abzusteigen, so der Verband. „Sobald diese Eisenbahn voll in Betrieb ist, wird sie fast die gesamte Transitfracht absorbieren, die derzeit auf den Straßentransport angewiesen ist. Waren, die heute über den Northern Corridor fließen..., würden stattdessen effizient per Bahn transportiert werden“, erklärte der MAK. Er warnte weiter, dass Orte wie Mariakani, Mazeras, Samburu, Makinon, Mtito Makindu, Emali, Kikopey, Mau Summit und andere bis hin nach Malaba zu Geisterstädten werden könnten, wenn der Straßengüterverkehr ausbleibt. Der MAK stellte den Wert laufender Straßenprojekte infrage, darunter die Autobahn Rironi-Mau Summit, deren Fertigstellung für Juni 2027 geplant ist, und bezeichnete sie als Doppelstruktur angesichts der parallelen Bahnentwicklung. „Milliarden in den Ausbau von Autobahnen zu investieren und gleichzeitig einen parallelen Eisenbahnkorridor zu entwickeln, wirft ernsthafte Fragen bezüglich Doppelstrukturen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis auf“, so der Verband. Präsident William Ruto startete das Projekt am 19. März. Der 264 km lange Abschnitt Naivasha-Kisumu und die 107 km lange Erweiterung Kisumu-Malaba umfassen insgesamt über 370 km bei Kosten von 500 Milliarden KES. Die Strecke führt durch neun Grafschaften und soll bis Juni 2027 fertiggestellt sein, um die Verbindungen zwischen dem Rift Valley, Nyanza und Westkenia zu verbessern. Der MAK hob zudem die Risiken durch ausländische Firmen, wie etwa solche aus China, bei derartigen Projekten hervor.