Ministerin Creecy stellt nationalen Eisenbahn-Masterplan vor

Verkehrsministerin Barbara Creecy hat den Entwurf des nationalen Eisenbahn-Masterplans zur Wiederbelebung des südafrikanischen Schienennetzes vorgestellt. Der am 1. April 2026 vom Kabinett zur Veröffentlichung im Amtsblatt genehmigte Plan wurde nach Beratungen in Kempton Park für öffentliche Kommentare freigegeben. Er zielt darauf ab, den Güter- und Personenverkehr angesichts der anhaltenden Herausforderungen bei Transnet und Prasa zu modernisieren.

Verkehrsministerin Barbara Creecy präsentierte den National Rail Master Plan (NRMP) und erklärte: „Dieser Plan zielt darauf ab, die Schiene als Rückgrat des südafrikanischen Logistik- und Verkehrssystems zu positionieren.“ Sie betonte: „Es geht nicht darum, die Vergangenheit neu zu erfinden; es geht darum, ein widerstandsfähiges, anpassungsfähiges und dynamisch skalierbares Eisenbahnsystem aufzubauen, das den breiteren wirtschaftlichen und sozialen Zielen des Landes dient.“

Die Vorstellung folgte auf die Zustimmung des Kabinetts am 1. April 2026 zur Veröffentlichung des NRMP-Entwurfs. Öffentliche Konsultationen begannen in Kempton Park, wo der Group CEO von Prasa, Hishaam Emeran, Fortschritte bei der Wiederherstellung und Modernisierung hervorhob. Emeran wies auf die Notwendigkeit des Bahnausbaus in wachsenden Städten und neue Technologien wie Hochgeschwindigkeitszüge für den Intercity-Verkehr hin.

Transnet sieht sich mit Altlasten aus der Zeit der „State Capture“ konfrontiert, darunter ausgesetzte Verträge für 1.064 Lokomotiven mit CRRC-Unternehmen, bei denen Vorauszahlungen in Höhe von 4,2 Milliarden Rand für nicht gelieferte Einheiten getätigt wurden. Die CEO von Transnet, Michelle Phillips, erklärte vor dem parlamentarischen Ausschuss für öffentliche Finanzen (Scopa), dass der Verfall der Infrastruktur, Ausrüstungsmangel, Governance-Fehler und finanzielle Engpässe die Leistung beeinträchtigt hätten. Transnet plant, die Lokomotiven unter Verwendung alternativer Lieferanten umzurüsten.

Der NRMP schlägt ein differenziertes Finanzierungsmodell vor: kommerzielle Nutzerfinanzierung für den Güterverkehr mit privater Investition sowie staatliche Subventionen für den Personenverkehr. Creecy sicherte eine inklusive Planung und ein öffentliches Webportal für laufende Beiträge zu und bezeichnete den Entwurf als ein dynamisches Dokument.

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