Das Joburg Ballet veranstaltete vom 27. bis 28. März im Rahmen seines 25-jährigen Jubiläums das Event „Ballet in Braam“ auf einem Dach in Johannesburg. Die ausverkauften Aufführungen zielten darauf ab, klassisches Ballett durch die Nutzung unkonventioneller Räume zugänglicher zu machen. Eine weitere Vorstellung findet heute in der Candice Berman Gallery statt.
Das Joburg Ballet führte „Ballet in Braam“ am 27. und 28. März auf dem Dach des Play Braam in der Juta Street auf. Die Samstagsvorstellung war ausverkauft und bot Klassiker wie „Gisele“, zeitgenössische Werke sowie das von Mario Gaglione choreografierte Stück „Celestial Bodies“. Der künstlerische Leiter Dane Hurst rief die Veranstaltung ins Leben, um Ballett einem Innenstadtpublikum näherzubringen, das die Kompanie zuvor nicht kannte.
Hurst erläuterte seine Vision: „Ich dachte, wir müssen das Ballett aus dem Theater herausholen, in neue Räume bringen und zu den Menschen tragen... es bringt so viele verschiedene Menschen aus allen Lebensbereichen zusammen.“ Die Show bot ein „Sieben-Gänge-Menü“ an Tanzstilen, darunter „Camagwini“ von Tumelo Lekana, das Spitzentanz mit Xhosa-Tanz verschmilzt.
Lekana teilte seine Leidenschaft: „Das Afrikanische mit dem Europäischen zu verbinden... wir sind ein Ballettunternehmen in Afrika und uns fehlt dieser afrikanische Teil.“ Das 2001 nach der Schließung des Pact Ballet gegründete Joburg Ballet hat sich zu einer der größten Kompanien Afrikas entwickelt, zieht internationale Tänzer an und betreibt eine Schule mit über 100 Schülern.
Um dem Image des Balletts als elitäre Kunstform entgegenzuwirken, integriert die Kompanie interaktive Einheiten. Hurst fügte hinzu: „Indem wir das Ballett in einen anderen Raum bringen, zeigen wir, dass es keine Kunstform ist, die nur für die Elite bestimmt ist.“ Heute werden vier Choreografen in der Candice Berman Gallery in Rosebank neue Stücke aufführen, die auf die dortigen Ausstellungen reagieren; die kostenlose Veranstaltung erfordert eine Anmeldung über die 223 App.