John McEnroe bezeichnet 65.000-Dollar-Geldstrafe bei den French Open als absurd

Der ehemalige Tennisprofi John McEnroe hat eine gegen den paraguayischen Spieler Adolfo Daniel Vallejo bei den French Open verhängte Geldstrafe in Höhe von 65.000 Dollar kritisiert. McEnroe argumentierte, dass die Strafe im Vergleich zu den Einnahmen von Spitzenathleten wie Naomi Osaka unverhältnismäßig hoch sei.

Vallejo erhielt die Strafe, nachdem er sich nach seiner Niederlage in der zweiten Runde gegen Moise Kouame gegenüber der Stuhlschiedsrichterin Ana Carvalho abfällig geäußert hatte. Der 22-Jährige hatte infrage gestellt, ob eine Frau mit dem anspruchsvollen Publikum zurechtkomme, und angedeutet, dass Spiele wie seines von einem Mann geleitet werden sollten. McEnroe thematisierte den Vorfall während der Übertragung von TNT Sports. Er erklärte, dass Vallejo nicht annähernd so viel verdiene wie Osaka, und bezeichnete die Höhe der Strafe als absurd. Er schlug vor, dass Beträge von 5.000 oder 10.000 Dollar angemessener gewesen wären. Vallejo verdiente etwa 151.000 Dollar für das Erreichen der zweiten Runde, verliert nun aber rund 43 Prozent dieser Summe durch die Geldstrafe. Später entschuldigte er sich in den sozialen Medien, wobei er angab, seine Äußerungen seien missverstanden worden, und betonte seinen Respekt gegenüber der Schiedsrichterin und dem Turnier. McEnroe hat sich bereits in der Vergangenheit für den Einsatz von Schiedsrichterinnen bei Männer-Matches ausgesprochen und betont, dass diese ebenso kompetent seien wie ihre männlichen Kollegen.

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