Jon Speelman erinnert sich an den niederländischen Großmeister Jan Timman

Der britische Großmeister Jon Speelman hat seinem verstorbenen niederländischen Kollegen Jan Timman Tribut gezollt und über ihre gemeinsame Wettkampfgeschichte und persönliche Freundschaft nachgesonnen, nachdem Timman an terminalem Krebs gestorben war. Speelman hebt ihre intensiven Schachduelle und Timman’s warmherzige Persönlichkeit abseits des Bretts hervor. Die am 10. März 2026 veröffentlichte Kolumne enthält Analysen mehrerer Schlüsselpartien zwischen den beiden Spielern.

In seiner neuesten Kolumne „Speelman’s Agony“ für ChessBase äußert Jon Speelman Trauer über den Tod von Jan Timman, einem prominenten niederländischen Großmeister, bekannt für seine theoretische Stärke. Speelman erwähnt, dass er von Dirk Jan ten Geuzendam, dem damaligen Chefredakteur von New in Chess, über Timman’s Diagnose mit terminalem Krebs informiert worden war.  nnDie beiden Spieler trafen zahlreiche Male aufeinander, wobei Timman in entscheidenden Partien einen leichten Vorteil von 8:6 hatte, einschließlich Schnell- und Blitzpartien. Bemerkenswert ist, dass beide mit Schwarz besser abschnitten; von 14 entscheidenden Partien endeten neun mit einem Schwarzsieg. Ihr Kandidatenmatch 1989 in London endete 3:0 zugunsten von Schwarz, wobei Timman im letzten Spiel durch den Zug 23…Nxa2+ siegte, den Speelman als „guten Zug“ bezeichnet und der damals schockierend war.  nnSpeelman erinnert sich an persönliche Anekdoten, wie den Besuch bei Timman in dessen Amsterdamer Wohnung, wo Timman von einem Nachbarn erzählte, der ein Weinflaschenetikett mit einer Stellung aus ihrem Match gestaltet hatte. In einer Partie aus Linares verpasste Speelman eine Remischance und kämpfte mit einem Springer gegen zwei Läufer; Timman siegte, indem er eine per Fax aus Holland geschickte Analyse der Hauptvarianten erhielt.  nnSpeelman erwähnt auch zwei eigene Siege mit Schwarz, beide durch den Bauernzug „PN4“ auf gegenüberliegenden Seiten des Bretts entschieden – einer aus dem Kandidatenmatch 1989 und einer aus dem Phillips-and-Drew-Turnier 1982 in London. Abseits des Bretts lobt Speelman Timman: „Abseits des Bretts war Jan immer ausgezeichnete Gesellschaft, und ich hielt ihn stets für einen der nettesten der Generation, die nur wenige Jahre älter ist als ich.“  nnDie Kolumne berührt kurz Speelman's jüngste Teilnahme an der Bundesliga, wo sein Team Munich 1836 Zweiter der 2. Liga Süd wurde und nun in einem Aufstiegsplayoff gegen Erkenschwick antritt.

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