Die Johannesburg Stock Exchange hat im Geschäftsjahr 2025 in ihrer Abteilung für Emittentenregulierung 150 Untersuchungen bearbeitet. Davon wurden 106 bis zum Jahresende abgeschlossen, während 44 weitere noch andauern.
Der aktuelle Durchsetzungsbericht der Johannesburg Stock Exchange erläutert die Aktivitäten ihrer Abteilung für Emittentenregulierung. Die Abteilung bearbeitete 43 übertragene Fälle und leitete 2025 107 neue Untersuchungen ein. Weitere 19 Angelegenheiten wurden geprüft, bevor eine formelle Untersuchung begann.
Der Direktor für Emittentenregulierung, Andre Visser, sprach diese Woche auf einem Medien-Workshop. Er betonte, dass eine Börsennotierung laufende Verpflichtungen für Unternehmen mit sich bringe, einschließlich zeitnaher Offenlegungen über den Stock Exchange News Service. Visser merkte an, dass die Durchsetzungsbefugnisse der Börse aus dem Financial Markets Act abgeleitet und daher begrenzt seien.
Zu den Verstößen gehörten verspätete Offenlegungen von Vergleichen, Transaktionen ohne Zustimmung der Aktionäre sowie Falschangaben zur Qualifikation von Direktoren. Die JSE sprach öffentliche und private Rügen aus und verhängte finanzielle Strafen bis zu einer Obergrenze von 7,5 Millionen Rand. Zudem wurden einige Angelegenheiten an die Financial Sector Conduct Authority und andere Stellen verwiesen.
Zu Beginn des Juni erklärte die Vorstandsvorsitzende der Gruppe, Valdene Reddy, dass 263 Unternehmen an der Börse notiert seien, mit einer kombinierten Marktkapitalisierung von über 25,2 Billionen Rand. Eine im März veröffentlichte Studie von Professor Haroon Bhorat zeigte, dass die JSE seit drei Jahrzehnten negative Netto-Notierungsraten verzeichnet.