Die südafrikanische Wettbewerbskommission hat ein Projekt zur Überprüfung regulatorischer Vorschriften initiiert, um Regeln zu identifizieren, die das Wirtschaftswachstum behindern. Die Initiative zielt auf Wettbewerbsbarrieren ab, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU); Einreichungen sind bis zum 5. Juni 2026 möglich. Chefökonom Yongama Njisane betont die Notwendigkeit einer intelligenteren Regulierung, um Investitionen und Arbeitsplätze zu fördern.
Das Projekt der Wettbewerbskommission zur Überprüfung regulatorischer Vorschriften zielt darauf ab zu bewerten, welche Regulierungen notwendig bleiben und welche die Wirtschaft hemmen. Der Fokus liegt darauf, Compliance-Kosten zu senken, Verzögerungen abzubauen und Märkte für mehr Teilnehmer zu öffnen, insbesondere für KMU. Yongama Njisane, Chefökonom der Kommission, schreibt, dass übermäßige Bürokratie neue Marktteilnehmer oft durch langsame Lizenzierungs- und Genehmigungsverfahren blockiert. Njisane verweist auf den Kearney 2026 Foreign Direct Investment Confidence Index, der die regulatorische Effizienz als den zweitwichtigsten Faktor für Investoren in Schwellenländern einstuft. Der Internationale Währungsfonds hat das Geschäftsumfeld in Südafrika aufgrund langwieriger Genehmigungen und komplexer Lizenzierung als eines der restriktivsten unter den Vergleichsländern beschrieben. Diese Probleme, so Njisane, belasten kleinere Unternehmen unverhältnismäßig stark, während größere Unternehmen besser damit zurechtkommen. Präsident Cyril Ramaphosa unterstrich in seiner State of the Nation Address 2026 die Notwendigkeit des Abbaus von Bürokratie, was mit den Bemühungen der Kommission übereinstimmt. Die Überprüfung wird Sektorpolitiken, Lizenzrahmen und Beschaffungsregeln untersuchen und dabei die Marktkonzentration sowie die Beteiligung historisch benachteiligter Personen berücksichtigen. Die Kommission bittet Unternehmen, Regulierungsbehörden und Agenturen um Einreichungen an regulation@compcom.co.za bis zum 5. Juni 2026. Sie plant die Veröffentlichung von Empfehlungen, beginnend mit schnellen Reformen wie denen in der Fusionskontrolle, die die Bearbeitungszeiten bereits verbessert haben.