Die Energy and Petroleum Regulatory Authority (EPRA) hat zu einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit zwischen afrikanischen Ländern aufgerufen, um die Stromkosten zu senken und die Energiesicherheit zu erhöhen. Der kommissarische Generaldirektor Joseph Oketch sprach am 21. April auf der 7. jährlichen EPRA-Forschungs- und Innovationskonferenz 2026 in Nairobi. Er bezeichnete die aktuellen Energieherausforderungen als Chance für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Auf der Konferenz in Nairobi erklärte Oketch: „Die Herausforderungen, vor denen wir derzeit stehen, sind eine gute Gelegenheit, sektor- und regionsübergreifend zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Schwachstellen in unseren Energieversorgungsketten anzugehen und gleichzeitig Systeme aufzubauen, die flexibel, integriert und auf fundierten Forschungsergebnissen gestützt sind.“ Er fügte hinzu, dass Energie in Afrika auf widerstandsfähigen regionalen Systemen basieren sollte, die in der Lage sind, Versorgungsunterbrechungen, Preisvolatilität und sich ändernden Anforderungen standzuhalten. „Ich betone, dass Zusammenarbeit der Eckpfeiler des Fortschritts bleibt. Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, können nicht isoliert bewältigt werden“, sagte Oketch. Die EPRA betonte die Notwendigkeit harmonisierter Regulierungsrahmen, der Angleichung der Energiepolitik und koordinierter Marktstrukturen. Die Behörde setzt sich zudem für standardisierte Preismechanismen und politische Anreize ein, um die Stromkosten für Verbraucher zu senken. Die Länder Ostafrikas machen Fortschritte auf dem Weg zu einem vollständig integrierten Strommarkt, der den Handel zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglicht und von gemeinsamen Ressourcen profitiert. Die EPRA hob die M300-Initiative, die darauf abzielt, 300 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika mit Strom zu versorgen, als Beleg für die Wirkung der regionalen Bemühungen hervor. Die einwöchige Konferenz unter dem Motto ‚Förderung von bezahlbarer Energie und Sicherheit im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung‘ brachte politische Entscheidungsträger, Forscher und Branchenvertreter aus dem gesamten Kontinent zusammen.