Südafrikas Strommarkt beendet Eskom-Monopol

Südafrika wechselt zu einem wettbewerbsfähigen Strommarkt durch den South African Wholesale Electricity Market (SAWEM) und beendet damit das Monopol von Eskom. Ein kürzlich erschienener Bericht von Professor Anton Eberhard beleuchtet die Auswirkungen auf Unternehmen und Kommunen. Der Wandel soll transparente Preise und geteilte Verantwortlichkeiten unter den Teilnehmern einführen.

Das Electricity Regulation Amendment Act von 2024, das ab Januar 2025 in Kraft tritt, schafft die rechtliche Grundlage für diese Veränderung. Es ermöglicht einen unabhängigen Übertragungsnetzbetreiber innerhalb der National Transmission Company South Africa sowie einen Marktbetreiber, der Day-Ahead-, Intraday- und Ausgleichsmärkte verwaltet. SAWEM funktioniert als hybrider Net-Pool-Markt, bei dem Teilnehmer bilateral verhandeln können, aber alle Energieflüsse zentral geplant und transparent abgerechnet werden.  nnWichtige Elemente umfassen einen Day-Ahead-Markt, der Gebote ausgleicht, um einen nationalen Systemrandpreis festzulegen, einen Intraday-Markt für Anpassungen alle sechs Stunden und einen Ausgleichsmechanismus für Echtzeitkorrekturen. Teilnehmer müssen volle Bilanzverantwortung übernehmen, Abweichungen prognostizieren und zu Marktpreisen abrechnen. Dieses Design orientiert sich an Praktiken in Europa, Großbritannien und Teilen der USA und fördert die Co-Optimierung von Energie und Reserven, um Flexibilität aus Erneuerbaren und Batteriespeichern zu bewerten.  nnFür Unternehmen wird Strom zu einer handelbaren Ware mit stündlichen Preisschwankungen und finanziellen Abrechnungszyklen. Erneuerbare Entwickler können Festpreisverträge mit Merchant-Exposition kombinieren, während Speicherbetreiber von Zeithandling und Ausgleichsdiensten profitieren. Eskoms Erzeugung nutzt Vesting-Verträge, und bestehende IPP-Verträge werden an eine zentrale Einkaufsagentur übertragen, die sie in den Markt bringt und Fehlbeträge über eine regulierte Gebühr ausgleicht.  nnKommunen, die 40 % der Stromverkäufe abwickeln, aber über 100 Milliarden Rand Rückstände bei Eskom haben, stellen Herausforderungen dar. Viele fehlt die finanzielle Disziplin für direkte Teilnahme und sie kaufen zunächst von Eskom unter abgesicherten Verträgen. Langfristig spiegeln Tarife Marktpreise wider und zwingen Kommunen zu Reformen ihrer Einnahmemodelle angesichts rückläufiger Energiemengen durch Eigenversorgung.  nnDer Bericht hebt Risiken wie Preisschwankungen und Liquiditätsprobleme in den Anfangsstadien hervor, mit einer Schattenmarktphase geplant für Ende 2025 bis Anfang 2026 zum Testen. Insgesamt fördert SAWEM Wettbewerb und Investitionen, erfordert aber Vorbereitung aller Beteiligten.

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