Eskom hat die Verhandlungen über einen vorübergehenden Stromtarif von 62 c/kWh für Ferrochrom-Schmelzbetriebe bis nach Ostern am 7. April 2026 verlängert. Die Maßnahme soll den massiven Abbau von Arbeitsplätzen bei Produzenten wie Glencore-Merafe und Samancor verhindern, schließt jedoch die Mangan- und Siliziumsektoren aus. Eskom-Chef Dan Marokane unterstützte den Vorschlag unter bestimmten Bedingungen.
Eskom führte im Januar 2026 als ersten Schritt einen zeitlich begrenzten Tarif von 87,74 c/kWh für 12 Monate für Ferrochrom-Schmelzen ein. Der Versorger unterstützt nun einen Rahmen für 62 c/kWh und verhandelt mit Glencore-Merafe und Samancor, um tausende Arbeitsplätze zu sichern.
Glencore-Merafe muss seine Entlassungsprozesse gemäß Section 189 aussetzen und etwa 40 % der Ofenkapazität wieder in Betrieb nehmen. Ein internes Memo deutet darauf hin, dass das Eskom-Board mehr Zeit für einen Gegenvorschlag benötigt, was zur Verlängerung der Frist bis nach Ostern führte.
„Als ersten Schritt wurde im Januar 2026 eine zeitlich begrenzte Tarifintervention von 87,74 c/kWh für einen Zeitraum von 12 Monaten eingeführt“, erklärte Marokane. Er fügte hinzu: „Eskom und das Board haben einen Rahmen für einen Tarif von 62 Cent pro Kilowattstunde unterstützt, an den spezifische Bedingungen geknüpft sind.“ Wyzetalk-CEO Merel van der Lei warnt, dass günstigerer Strom allein nicht ausreicht.
Der Manganproduzent Transalloys in eMalahleni zahlt R2,06/kWh und gefährdet 600 Arbeitsplätze. Ferroglobe-CEO Marco Levi droht mit der Einstellung des Betriebs ohne Erleichterungen. Der Tarif von 62 c/kWh erfordert eine staatliche Subvention von 5,2 bis 10 Milliarden Rand aus Eskoms 230-Milliarden-Rand-Schuldenerleichterungspaket.