Transalloys, die letzte Manganschmelze Südafrikas, hat Kündigungsankündigungen verschickt, die 600 Jobs gefährden, wegen unerschwinglicher Stromtarife. Das Unternehmen kämpft um globale Wettbewerbsfähigkeit, da lokale Stromkosten die der Rivalen in China und Malaysia übersteigen. Staatliche Interventionen haben dem Ferrochromsektor geholfen, aber Manganschmelzer ausgeschlossen.
Transalloys, die einzige verbliebene Manganschmelze des Landes, hat während der Feiertage Section-189-Mitteilungen an die Beschäftigten verteilt, was auf mögliche Entlassungen von rund 600 direkten Jobs hindeutet. CEO Konstantin Sadovnik führte den Schritt auf steigende Energietarife zurück, die die lokale Veredelung unkonkurrenzfähig gemacht haben. „Das Geschäft kann die Betriebe unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr aufrechterhalten“, sagte Sadovnik und betonte, dass die Unklarheit über Inputkosten die Umstrukturierung erzwinge.
Strom macht die höchsten Kosten in Schmelzprozessen aus. Südafrikanische Produzenten zahlen über R2,06 pro kWh, mehr als das Doppelte der R0,50 bis R0,73 pro kWh, die Konkurrenten in China und Malaysia entrichten. „Wir zahlen mehr als das Doppelte an Strom wie unsere globalen Wettbewerber“, merkte Sadovnik an und fügte hinzu, dass internationaler Wettbewerb „einfach unmöglich“ geworden sei. Daher betreibt Transalloys nur zwei von fünf Öfen, während chinesische Kapazitäten durch günstigeren, zuverlässigen Strom expandieren.
Diese Krise ereignet sich trotz Südafrikas Dominanz im Mangangrabbau, der 2025 über ein Drittel der globalen Produktion stellte – fast das Doppelte des nächsten größten Produzenten. Das Kalahari-Manganfeld beherbergt das weltgrößte landbasierte Vorkommen. Dennoch lahmt die Branche, da China 64 % des globalen Verbrauchs und 90 bis 96 % der Raffinationskapazität für Batteriequalität kontrolliert.
Staatliche Unterstützung floss in den Ferrochromsektor, wo Eskom im Dezember ein Memorandum of Understanding mit Produzenten wie dem Glencore-Merafe Chrome Venture unterzeichnete. Dies umfasst Strafnachlässe und Tarifanpassungen, was Entlassungen pausieren und Öfen neu starten ließ. Manganschmelzer bleiben jedoch von diesen Gesprächen ausgenommen. Sadovnik betonte: „Manganschmelzen wurden aus der breiteren Energiediskussion ausgeschlossen.“
Minister Gwede Mantashe warnte davor, dass Südafrika zum reinen Rohorexporteur werde, doch Politiklücken bestehen. Zukünftige Mangannachfrage liegt in E-Auto-Batterien, die bis 2030 boomen sollen, doch Raffination für grüne Märkte erfordert kohlenstoffarme Energie. Der 58 %ige Kohleanteil im Integrated Resource Plan 2025 behindert dies, verstärkt durch Logistikprobleme bei Transnet, die Kosten um 30 bis 50 % in die Höhe treiben. Ohne erweiterte Maßnahmen hängen Transalloys' Betrieb – und die 600 Jobs – in der Schwebe.