Eskom hat öffentlich eine Aussetzung seines Rechtsstreits gegen die Stromhandelslizenzen von Nersa angekündigt, aber Gerichtsakten zeigen, dass der Fall weitergeht. Der Widerspruch wirft Fragen zur Transparenz bei den Energie-Sektor-Reformen in Südafrika auf. Minister Kgosientsho Ramokgopa hatte Zurückhaltung appelliert, um regulatorischen Fortschritt zu unterstützen.
Im Mitte 2025 hat Eskom einen Überprüfungsantrag vor dem High Court in der Gauteng Division eingereicht und die Entscheidung des National Energy Regulator of South Africa (Nersa) angefochten, Stromhandelslizenzen an fünf private Unternehmen zu erteilen: CBI-electric Apollo, Discovery Green, Green Electron Market, GreenCo Power Services und NOA Group Trading. Diese Lizenzen, erteilt 2024 und Anfang 2025, entsprechen dem Electricity Regulation Amendment Act, 2024, das darauf abzielt, Wettbewerb im Strommarkt zu fördern und Eskoms Monopol zu verringern. nnEnergieminister Kgosientsho Ramokgopa griff im August 2025 ein und forderte Eskom öffentlich auf, das Gerichtsverfahren zurückzuziehen oder auszusetzen. Er argumentierte, dass anhaltende Gerichtsverfahren die Bemühungen von Nersa zur Entwicklung von Stromhandelsregeln untergraben könnten, und betonte die Notwendigkeit konstruktiver Zusammenarbeit im Reformprozess. nnAm 30. September 2025 erklärte Eskom-CEO Dan Marokane bei der Vorstellung der Finanzergebnisse, das Unternehmen habe eine „Aussetzung“ beim Überprüfungsantrag verhängt, um die Regelentwicklung von Nersa fortzusetzen. Medienberichte stellten dies als Pause in Reaktion auf die Aufrufe des Ministers dar, was Kooperation signalisierte. nnEine Gerichtsanweisung vom 31. Oktober 2025 zeigt jedoch ein anderes Bild. Sie protokolliert, dass Eskom dem Gericht bestätigt hat, mit dem Antrag fortzufahren. Die Anweisung umreißt aktive Schritte, einschließlich Eskoms Antwort auf eine Rule 7(1)-Mitteilung, Entwurf von Vertraulichkeitsvereinbarungen und Vorbereitung des Rule 53-Akten durch Nersa. nnEskom führte das Ausbleiben einer Aussetzung auf die Händler-Respondenten zurück und behauptete, diese hätten sich geweigert zuzustimmen und auf Fortsetzung oder Einstellung bestanden. Ein Händler bestritt, je für eine Aussetzung kontaktiert worden zu sein, und wies darauf hin, dass das Gericht nie über eine solche Anfrage informiert wurde. Ein anderer beschrieb Eskoms Aussagen als faktisch falsch oder unvollständig, abhängig von internen Prozessen. nnDiese doppelte Kommunikation – gegenüber Öffentlichkeit und Gericht – hat das Vertrauen in kritischer Phase untergraben. Mit den öffentlichen Anhörungen von Nersa zu Handelsregeln am 27. Januar 2026 bedroht das laufende Verfahren Investitionen und Marktsicherheit und behindert Südafrikas Übergang zu einem wettbewerbsfähigen Stromsektor.