Juan Carlos González Marcos, im Volksmund als Pánfilo bekannt, starb am Donnerstag in El Vedado, Havanna, nach Jahren des körperlichen Verfalls, der Armut und der Vernachlässigung. Die Nachricht wurde von seinem Umfeld bestätigt. Er erlangte 2009 Berühmtheit, als er ein Straßeninterview unterbrach und „jama!“ rief – ein kubanischer Slangbegriff für Essen, der zum Symbol für die Not auf der Insel wurde.
Juan Carlos González Marcos, bekannt als Pánfilo, starb am Donnerstag in El Vedado, einem Stadtteil von Havanna. Vertraute bestätigten die Nachricht und verwiesen auf seine jahrelange körperliche Verschlechterung, extreme Armut, Alkoholismus und Krankheit.
Pánfilo erlangte 2009 während eines Straßeninterviews über Reggaeton in Havanna Bekanntheit. Sichtlich alkoholisiert platzte er hinein und rief „jama!“, womit er das dringende Bedürfnis nach Nahrung in einem einzigen Wort zusammenfasste – nicht nur sein eigenes, sondern das vieler Menschen in Kuba. „Jama“ bezieht sich auf Essen, insbesondere auf feste Nahrung, und stammt vom Verb „jamar“, was „essen“ bedeutet; es hat seine Wurzeln im Caló und ist im kubanischen Spanisch gebräuchlich.
Das Video verbreitete sich rasch über Mobiltelefone, USB-Sticks und Mundpropaganda, zu einer Zeit, als der Internetzugang auf der Insel noch knapp war. Sein Ausbruch – eine Mischung aus Beschwerde, Bitte und straßentypischer Prahlerei – fasste die nationale Erfahrung des Mangels zusammen.
Im Laufe der Jahre wurde Pánfilo zu einem Bezugspunkt für Not und Überlebenskampf. Er trat mehrmals wieder in Erscheinung und wiederholte seinen Ruf nach „jama“, womit er die anhaltenden Herausforderungen unterstrich. Im September 2023 warnten Vertraute davor, dass er fast auf der Straße lebte, krank war und grundlegende Dinge wie Kleidung und Schuhe benötigte.
Sein Leben spiegelte die Rohheit seines ursprünglichen Ausrufs wider. Der Tod wurde zuerst von 14ymedio gemeldet und von der Havana Times übersetzt.