Ein Bundesrichter ordnete Untersuchungshaft gegen den ehemaligen Gouverneur von Baja California, Ernesto Ruffo, und sieben weitere Personen wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in ein Treibstoffschmuggel-Netzwerk an.
Die erste Anhörung endete am Sonntagmorgen nach fast 48 Stunden. Der Richter entschied, dass Ernesto Ruffo, Ricardo, José, Juan und Luis in das Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano in Almoloya de Juárez überführt werden sollen. José María und Guillermo bleiben aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest, während Adriana im Sozialen Wiedereingliederungszentrum Nezahualcóyotl Sur festgehalten wird.
Die Festnahmen erfolgten am Donnerstag, dem 16. Juli, in Ensenada. Die Generalstaatsanwaltschaft (FGR) klagte die Beschuldigten wegen organisierter Kriminalität und Treibstoffschmuggels an. Die FGR bezeichnete den Fall als das größte Treibstoffschmuggel-Netzwerk des Landes, mit einem geschätzten Schaden von über 4 Milliarden Pesos.
Die Tochter des ehemaligen Gouverneurs, Verónica Ruffo, veröffentlichte ein Video, in dem sie ein faires und transparentes Verfahren forderte. Sie erklärte, dass ihr 74-jähriger Vater sich nie versteckt habe und freiwillig vor den Behörden erschienen sei. Die Untersuchung umfasst 4.238 Importvorgänge zwischen Januar und Juli 2025 über die Zollstellen in Tamaulipas.