Präsident José Antonio Kast gab am Dienstag sein Debüt beim Gipfeltreffen der Mercosur-Staats- und Regierungschefs im paraguayischen Asunción, wo er zu einer stärkeren regionalen Koordination gegen das organisierte Verbrechen aufrief und auf die jüngste Tragödie in Venezuela einging.
In seiner knapp 15-minütigen Rede beim 68. Gipfel der Staats- und Regierungschefs des Mercosur und der assoziierten Staaten verwies Kast auf das doppelte Erdbeben, das Venezuela sechs Tage zuvor erschüttert hatte. „Niemand von uns hat nach der Ideologie derjenigen gefragt, die unter den Trümmern lagen“, sagte er.
Der chilenische Staatschef warnte vor dem organisierten Verbrechen als einer stillen Bedrohung und schlug den Aufbau einer regionalen „Sicherheitsarchitektur“ mit klaren Zielen vor, darunter Grenzmanagement, Rüstungskontrolle und der Austausch von Geheimdienstinformationen. Zudem skizzierte er eine regionale Migrationsagenda.
Die teilnehmenden Länder gaben ein gemeinsames Kommuniqué heraus, in dem sie ihr Engagement für die demokratische Konsolidierung und eine verstärkte Zusammenarbeit bei der öffentlichen Sicherheit bekräftigten. Kast führte bilaterale Gespräche mit den Präsidenten von Brasilien, Ecuador und Bolivien.