Bangladeschs ehemalige Premierministerin und BNP-Führerin Khaleda Zia starb am 30. Dezember 2025 und markiert damit das Ende einer Ära in der Politik des Landes. Ihr Tod fällt mit der Rückkehr ihres Sohnes Tarique Rahman aus dem Exil zusammen, während das Land unter einer Übergangsregierung auf Wahlen vorbereitet. Das Ereignis unterstreicht den laufenden Übergang nach dem Sturz von Scheich Hasina.
Khaleda Zia, die drei Amtszeiten als Premierministerin von Bangladesch bekleidete, verstarb in den frühen Stunden des 30. Dezember 2025. Als Witwe des ermordeten Präsidenten Ziaur Rahman trat sie nach seinem Tod 1981 in die Politik ein und verwandelte die Bangladesh Nationalist Party (BNP) in eine starke Basisbewegung. Sie verbündete sich gegen den Militärdiktator H. M. Ershad, den sie und Scheich Hasina 1990 stürzten, doch ihre Rivalität prägte die Politik Bangladeschs und spiegelte den ideologischen Konflikt zwischen Ziaur Rahmans bangladeschischem Nationalismus und Islamisierung wider gegenüber Scheich Mujibur Rahmans bengalischer Nationalismus, Säkularismus und Sozialismus.
Während ihrer Amtszeit verlagerte Zia die Wirtschaft von sozialistischen zu marktorientierten Politiken, förderte den Zugang von Frauen zu Ressourcen, bekämpfte häusliche Gewalt und Kinderehen und machte den Primarschulunterricht kostenlos und obligatorisch. Ihr Regime wurde jedoch beschuldigt, Repression, Korruption und Wahlmanipulation zu betreiben, und sie ging Kompromisse mit religiösen Extremisten ein. In ihren späteren Jahren von Rivalin Hasina inhaftiert, wurde Zia nach dem Aufstand im Juli 2024 freigelassen, der Hasinas Regierung stürzte.
Ihr Tod fällt mit bedeutenden Veränderungen zusammen: Hasina ist im Exil, die Awami-Liga ist von bevorstehenden Wahlen ausgeschlossen, und die Übergangsregierung unter Muhammad Yunus kämpft mit ihrer Mandatserfüllung. Tarique Rahman, nach 17 Jahren in London zurückgekehrt, zog bei einem Juli-Rally auf der 36 Expressway große Menschenmengen an und positioniert sich als potenzieller Premierministerkandidat. Er betonte 'tiefe historische und geographische Bindungen' zu Indien und beschrieb den BNP-Nationalismus als 'pro-bangladeschisch und nicht anti-indisch'. Der indische Außenminister S. Jaishankar wird ihrer Beerdigung in Dhaka beiwohnen, was starke bilaterale Beziehungen signalisiert. Die BNP muss nun Extremisten widerstehen, freie Wahlen sicherstellen, Fraktionen vereinen und Minderheiten schützen, um das Land zu stabilisieren.