Über 200 Meldungen über gefährliche Eiszapfen, die von Dächern hängen, sind bei Stockholms Istappstelefonen-Dienst eingegangen inmitten des kalten Winters. Die Hotline, nach einem tödlichen Unfall 2003 ins Leben gerufen, leitet Warnungen an Eigentümer weiter. Behörden mahnen Fußgänger zur Vorsicht.
Große Eiszapfen hängen an den Dächern zahlreicher Gebäude in Stockholm und bergen Risiken für Fußgänger auf den Gehwegen. Das jüngste kalte Wetter hat das Problem verschärft, mit über 200 Fällen, die in nur wenigen Tagen an den von Fastighetskalendern betriebenen Istappstelefonen-Dienst gemeldet wurden. nnDer Dienst wurde 2004 nach einer Tragödie im Jahr 2003 ins Leben gerufen, bei der ein 14-jähriger Junge auf der Drottninggatan von einem riesigen Eiszapfen getötet wurde. Fredrik Tamm, Inhaber von Fastighetskalendern, sagt: „Derzeit scheinen die Dachräumer etwas im Rückstand zu sein, da wir seit Jahren keinen solchen Markt hatten.“ Die Hotline speichert Kontaktdaten von Eigentümern und priorisiert Meldungen zum Schutz der Öffentlichkeit. Über 11.000 Gebäude sind angeschlossen, darunter große Anbieter wie Familjebostäder, HSB Stockholm und Stockholmshem. nnDer SMHI-Meteorologe Christopher Greenland schreibt den Anstieg kalter Luft aus dem Norden zu: „Es liegt an dieser kälteren Luft, die die Oberhand gewinnt.“ Noch kältere Luft wird für das Wochenende prognostiziert, mit Temperaturen bis auf minus fünf Grad in Stockholm. nnRegion Stockholm betont Vorsicht. Chefarzt Johan Bratt rät: „Es ist wichtig, nach oben zu schauen, um überhängende Eis- und Schneemassen im Auge zu behalten.“ Spikes für Schuhe werden empfohlen, um Stürze zu vermeiden. Meldungen können per Telefon unter 020-478277 oder istappstelefonen.se eingereicht werden. Eigentümer sind für die Entfernung der Eiszapfen verantwortlich.