Das staatliche Bergbauunternehmen LKAB hat schwere Arbeitsvorfälle nicht der schwedischen Arbeitsmiljöverket gemeldet, ergab eine Untersuchung der Zeitung Arbetet. Das Unternehmen gibt den Fehler nun zu und steht mit der Behörde in Kontakt. Mitarbeiter berichten von lebensbedrohlichen Nahtoderfahrungen in den Minen.
Die Untersuchung der Zeitung Arbetet deckt auf, dass LKAB, das staatliche Bergbauunternehmen in Norrbotten, mehrere schwere Arbeitsvorfälle nicht der Schwedischen Arbeitsmiljöverket gemeldet hat. Interne Dokumente beschreiben Vorfälle, die Mitarbeiter als Nahtoderfahrungen bezeichnen, darunter einen Fall, bei dem eine Zündkapsel in die Nähe von 1,5 Kilogramm Dynamit geworfen wurde, und einen weiteren, bei dem Kollegen »extrem knapp« unter einer 15-Meter-Felsenplatte eingeklemmt worden wären. ↵↵Gestern erklärte die Arbeitsschutzchefin Annika Kruuna, sie hoffe, dass das Ausbleiben der Meldungen auf eine andere Einschätzung zurückzuführen sei und nicht auf eine Absicht, Fakten zu verbergen. Heute gibt sie den Fehler im Intranet des Unternehmens zu. »Als wir diese Fälle betrachtet haben, sehen wir, dass es einige gibt, die wir rückblickend als meldepflichtig einstufen müssen«, sagt Kruuna. ↵↵LKAB steht nun mit der Arbeitsmiljöverket in Kontakt, um die Angelegenheit zu klären. Die Untersuchung beleuchtet Herausforderungen bei den Bergbauoperationen in Norrbotten, wo das Unternehmen eine zentrale Rolle spielt. Zu laufenden Untersuchungen liefern die Berichte keine weiteren Details.