Die britische Reiterin Lottie Fry und ihr Pferd Glamourdale gewannen den FEI Dressage World Cup-Qualifier in Amsterdam mit 89,305 %, verteidigten ihren Titel in einem knappen Wettbewerb. Isabell Werth aus Deutschland wurde Zweite mit 87,580 % auf Wendy de Fontaine, während die Britin Becky Moody Dritte mit 85,310 % auf Jagerbomb wurde. Das Event zeigte starke Leistungen internationaler Reiter, ähnlich dem Podium des Vorjahres.
Der FEI Dressage World Cup-Qualifier in Amsterdam am 27. Januar 2026 bot ein packendes ‚Battle of the Dressage Queens‘ in der ausverkauften RAI Amsterdam. Lottie Fry und der 15-jährige Hengst Glamourdale, im Besitz von Fry und Van Olst Horses, lieferten eine fehlerfreie Flying-Themen-Freestyle ab, erhielten Achten für Piaffe und Passage sowie mehrere Zehner im Galopp. Ihre Leistung setzte einen hohen Maßstab, wobei das Publikum im finalen Centerline mitsummte. Dies war Frys höchste Freestyle-Note seit ihrem Sieg in ’s-Hertogenbosch im März vergangenen Jahres und setzte ihre Rückkehr zur Form fort, mit aufeinanderfolgenden Grand-Prix-Noten über 80 % erstmals seit 2022. Fry sagte: „Ich bin normalerweise nicht nervös vor Wettkämpfen, aber heute hatte ich nach meinem Test Nerven, da Isabell und Becky noch reiten mussten. Aber ein starkes Feld wie dieses motiviert mich nur zusätzlich. Es bringt einen wirklich dazu, sein Bestes zu geben.“ Sie fügte über Glamourdales Balance hinzu: „Wir finden jetzt wirklich die richtige Balance zwischen all dieser Power und ausreichender Entspannung.“ Obwohl Fry gewann, sammelte Isabell Werth die vollen 20 World-Cup-Punkte, da Fry als Titelverteidigerin automatisch für das Finale qualifiziert ist. Werth ritt Wendy de Fontaine statt DSP Quantaz nach Shows in Frankfurt und Basel, startete stark, machte aber einen teuren Fehler in den Zweitaktwechseln und erzielte 87,580 %. Sie erklärte: „Wir haben in den letzten zwei Shows viel gelernt, und ich spüre wirklich, wie sie mehr Kraft und Muskeln bekommt. Der Galopp war heute schon besser als letztes Mal, aber wir sind noch nicht ganz da.“ Becky Moody und ihr selbst gezogenes Jagerbomb wurden Dritte mit einem lebhaften Beatles-Freestyle bei 85,310 %, gewannen auch den 10.000-Euro-Harmony-&-Fairness-Award. Moody sagte: „Bomb ist ein tolles Pferd... Er macht es mir leicht.“ Charlotte Dujardin und Alive And Kicking landeten auf Platz sechs mit 79,955 %, beeindruckten mit polierter Piaffe trotz kleiner Fehler. Weitere Notable: Patrik Kittel Vierter mit 81,880 % und die Niederländerin Marieke van der Putten Fünfte mit persönlichem Bestwert 80,185 %. Das Podium spiegelte das Vorjahr wider, mit starker niederländischer Präsenz aus dem EM-Team. Raphael Netz führt die World-Cup-Wertung vor dem nächsten Leg in Neumünster.