Ein 68-jähriger Mann wurde in La Plata festgenommen, weil er angeblich seinen 45-jährigen Nachbarn während der Weihnachtsfeiern ermordet haben soll, nach einem Streit um Feuerwerk im Viertel Aeropuerto. Der Angreifer schoss aus seiner Wohnung, und ein Geschoss traf das Opfer tödlich. Nachbarn protestierten, indem sie das Auto des Verdächtigen anzündeten, was einen Polizeieinsatz auslöste.
Der Vorfall ereignete sich in der Weihnachtsnacht im Aeropuerto-Viertel von La Plata an der Kreuzung der Straßen 609 und 4. Laut Polizeiquellen beschwerte sich Juan Carlos Magen, 68, weil die Kinder von Daniel Néstor Rubén Ramírez, 45, fast den ganzen Tag Feuerwerk abbrennen ließen. Daraufhin feuerte Magen mehrere Schüsse aus dem Fenster seiner Wohnung in den Monoblöcken des Viertels ab.
Ein Geschoss traf Ramírez, der sich auf dem Treppenabsatz des Gebäudes befand, und verursachte Schussverletzungen am Hals und an der linken Schulter. Das Opfer erlag seinen Verletzungen. Anschließend steckten empörte Nachbarn ein Peugeot 504, das Magen gehörte, als Protest in Brand, was einen großen Einsatz von Beamten der Kommandopatrouille und der Tactical Operations Group (GTO) erforderte, um die Unruhen zu kontrollieren und den Tatort zu sichern.
Bei einer Hausdurchsuchung beim Verdächtigen wurden drei Waffen sichergestellt: eine verstärkte Spezial-Schrotflinte Kaliber 20 mit einer Patrone in der Kammer, eine Pistole Bersa Thunder Kaliber .40 sowie ein Druckluftgewehr, dazu ein Pistolenholster und diverse Munition. Magen wurde festgenommen und wegen Totschlags angeklagt; der Fall wird von der Instruktionsstaatsanwaltschaft (UFI) La Platas bearbeitet. Die Leiche des Opfers wurde zur gerichtsmedizinischen Autopsie gebracht, während die Ermittlungen andauern, um den Ablauf des Angriffs genau zu rekonstruieren.