Die Widerstandsfähigkeit der indonesischen Mittelschicht erfordert laut Mandiri Institute die Förderung hochwertiger Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Analyse weist auf 86 Millionen Menschen in der aufstrebenden Mittelschicht hin, die anfällig für wirtschaftliche Schocks sind. Chefvolkswirt Andry Asmoro betont die Notwendigkeit, die Arbeitsproduktivität zu steigern.
Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Indonesiens bleibt stabil, unterstützt durch den privaten Konsum, der 54 Prozent zum BIP beiträgt und externe Schocks abfedert.
Das Mandiri Institute berichtet von einem bedeutenden demografischen Wandel, bei dem 86 Millionen Menschen – ein Drittel der Bevölkerung – zur aufstrebenden Mittelschicht gehören, einschließlich der oberen und unteren Mittelschicht-Anwärter. Von 2019 bis 2025 ging die untere Mittelschicht um über 11 Millionen zurück, die obere aufstrebende Mittelschicht stagnierte, während die mittlere und obere Mittelschicht um 416.000 Personen zunahm.
„Die nächste Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die Übergangsgruppen genügend Dynamik haben, um nachhaltig in stabilere wirtschaftliche Ebenen aufzusteigen“, sagte Andry Asmoro, Chefvolkswirt der Bank Mandiri. Über 50 Prozent dieser Gruppe sind im formellen Sektor beschäftigt, liegen jedoch 28 Prozentpunkte hinter der etablierten Mittelschicht zurück, was den Vermögensaufbau begrenzt.
Ihre Ausgaben konzentrieren sich primär auf Grundbedürfnisse wie Mobilität (20 Prozent), Wohnen (13 Prozent) und Rechnungen (10 Prozent), wobei nur 21 Prozent der Haushalte der oberen aufstrebenden Mittelschicht über liquide Mittel verfügen. Schätzungen deuten darauf hin, dass über 2 Millionen Menschen durch hochwertige Arbeitsplätze bereit für einen Aufstieg sind.
„Die Schaffung von Arbeitsplätzen muss mit einer Steigerung der Arbeitsproduktivität einhergehen, dem Schlüssel zu realen, nachhaltigen Einkommenssteigerungen“, fügte Asmoro hinzu. Die Bank Mandiri verpflichtet sich zu inklusiver Finanzierung und zur Förderung der Finanzkompetenz.