Mendoza verklagt eltern, die ihre kinder nicht impfen

Angesichts rückläufiger impfraten hat die provinz Mendoza die ersten 15 strafanzeigen gegen Familien erhoben, die den obligatorischen impfkalender nicht einhalten. Diese maßnahme bekämpft das wiederaufleben zuvor ausgerotteter krankheiten wie Masern, Röteln, Mumps und Keuchhusten. Strafen umfassen Bußgelder bis 336.000 pesos, bis zu fünf Tagen haft und gemeinnützige arbeit.

Rückläufige Impfraten haben im argentinischen Gesundheitssystem Alarm ausgelöst und den Rückkehr von Krankheiten ermöglicht, die früher durch Impfkampagnen kontrolliert wurden. In Mendoza hat die Provinzregierung im August einen beispiellosen schritt unternommen, indem sie 15 strafanzeigen gegen eltern stellte, die den obligatorischen Impfkalender für Kinder nicht eingehalten haben. Diese Initiative reagiert auf den Anstieg vermeidbarer Erkrankungen, verschärft durch die COVID-19-pandemie, die junge Kinder, ältere Erwachsene und immunsupprimierte Personen besonders betrifft. Mendoza hat die Kontrollen verschärft und Strafen für Nichteinhaltung festgelegt: Bußgelder von 84.000 bis 336.000 pesos, bis zu fünf Tagen Haft oder gemeinnützige Arbeit, je nach Schweregrad und Wiederholung. Das Thema wurde in der Sendung «Bienvenidos al Tren», moderiert von Juan Di Natale, diskutiert, wo Experten die Impfung als Schlüssel der öffentlichen Gesundheitspolitik hervorhoben, um die «Herdenimmunität» zu wahren und Ausbrüche zu verhindern. Experten führen den Rückgang der Impfquote auf Desinformation, Anti-Impf-Retorik und nachlassendes Risikobewusstsein zurück. Dennoch pflegt Argentinien einen umfassenden, kostenfreien und obligatorischen nationalen Impfkalender ohne Engpässe. Die rechtlichen Schritte balancieren individuelle Wahlfreiheit mit kollektiver Verantwortung aus, um das Recht auf Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Dieser Fall in Mendoza könnte Präzedenz für andere Provinzen schaffen, die mit demselben Gesundheitsproblem ringen.

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