Mercedes hat eine Überprüfung der gegen George Russell beim Grand Prix von Monaco verhängten Strafe beantragt. Der Schritt folgt auf die Entscheidung der FIA, die gegen Pierre Gasly verhängten Strafen aufzuheben und ihm seinen Podiumsplatz zurückzugeben.
Mercedes argumentiert, dass neue Beweise aus dem Fall Gasly eine erneute Prüfung der Fünf-Sekunden-Zeitstrafe gegen Russell wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse rechtfertigen. Teamchef Toto Wolff sagte am Sonntagabend, das Team wolle bei künftigen Entscheidungen ein Mitspracherecht haben.
Der Antrag erfolgt, nachdem die offizielle Zeitnahme der Formula One Management Ungenauigkeiten bei den Messungen in der Boxengasse von Monaco eingeräumt hatte. McLaren und Red Bull haben unabhängig voneinander die Absicht bekundet, gegen das Ergebnis im Fall Gasly in Berufung zu gehen.
Russells Situation unterscheidet sich insofern, als er eine Durchfahrtsstrafe anstelle der ursprünglichen Zeitstrafe verbüßt hat. Wolff räumte ein, dass die Erfolgsaussichten gering erscheinen, betonte jedoch, dass das Team eine Klärung durch die Rennkommissare anstrebe.
Mercedes bestätigte den Vorgang am Montagmorgen, und die FIA bestätigte den Eingang des Antrags. Da noch zusätzliche Unterlagen erforderlich sind, wurde bislang kein offizielles Dokument der FIA herausgegeben.