Das Kultursekretariat Mexikos hat den Verkauf von 195 präkolumbischen Artefakten abgelehnt, die auf eBay von einem Nutzer in Orlando, Florida, angeboten wurden, und deren sofortige Rückgabe gefordert, da es sich um nationales Erbe handelt. Das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) hat ihren präkolumbischen Ursprung bestätigt und rechtliche Verfahren zur Repatriierung eingeleitet.
Die Regierung Mexikos hat über das Kultursekretariat ihre Ablehnung gegenüber der Kommerzialisierung von 195 präkolumbischen Objekten zum Ausdruck gebracht, die auf der Plattform eBay vom Nutzer 'Coins Artifacts' aus Orlando, Florida, eingestellt wurden. Claudia Curiel de Icaza, Leiterin der Behörde, gab auf dem sozialen Netzwerk X bekannt, dass INAH-Spezialisten die Angebote geprüft und festgestellt haben, dass die Stücke zum Kulturerbe Mexikos gehören, gemäß dem Bundesgesetz über Denkmäler und archäologische, künstlerische und historische Zonen. In einem Schreiben an eBay drückte Curiel de Icaza 'schärfste Missbilligung' über den Verkauf dieser Güter aus, die inalienables Nationalgut sind und deren Export seit 1827 verboten ist. Sie wies darauf hin, dass ihr Vorhandensein außerhalb Mexikos auf illegale Entnahme schließen lässt, und forderte die Plattform auf, die Angebote zu sperren und Maßnahmen zur Verhinderung des Verkaufs zu ergreifen, unter Berufung auf ethischen Respekt vor dem Erbe der Ahnenkulturen. Die Beamtin erklärte, dass gerichtliche Verfahren bei den zuständigen Behörden eingeleitet wurden, um die Stücke über diplomatische und rechtliche Kanäle zu repatriieren. Dieser Vorfall folgt auf die Forderung desselben Sekretariats am Vortag, eine Auktion in Paris mit 40 ähnlichen archäologischen Stücken zu stoppen. Seit 2018 hat Mexiko rund 16.500 Kulturobjekte durch Aktionen gegen Auktionen in Städten wie New York, Paris und Rom zurückerlangt.